Oben auf dieser Seite: die
aktuelle Erklärung des Asse 2-Koordinations­kreises,

unten: Zeitleiste der Ereignisse seit 2009

ASSE-watch

Lichterkette2012 ein großer Erfolg:
Weit mehr als 24.000 Menschen bilden Lichterkette von Braunschweig-Thune über Asse nach Konrad

An viele Streckenabschnitten, auch außerhalb von Ortschaften standen die Menschen dicht an dicht, im Abstand von einem oder zwei Metern um die Lichterkette zu bilden und ein klares Zeichen zu setzen: „Ein Jahr nach Fukushima laufen immer noch Atomanla­gen und mit der Rückholung aus der ASSE II ist nicht begonnen worden. Wir akzeptie­ren kein ‚Restrisiko‘, keine ‚Niedrigstrahlung‘ und keine Flutung des Atommülls!”

Hunderte Menschen trafen sich schon am Sonntagnachmittag auf dem Wolfenbütteler Stadtmarkt zur AufTAKTkundgebung. Streckenkoordinatorin Erica Neumann eröffnete die Kundgebung und leitete eine Schweigeminute ein, im Gedenken an die Opfer von Erdbeben und Tsunami in Japan am 11. März letzten Jahres sowie im Gedenken an die Opfer der vom Erdbeben ausgelösten Reaktorkatastrophen von Fukushima.
Bodo Walther, Vorsitzender des Japan-Arbeitskreises der evangelischen Landeskirche, konnte aus den Eindrücken seiner letzten Japan-Aufenthalte berichten: „
Durch diesen Super-Gau wurde das ganze Land in seinen Grundfesten erschüttert. Nahezu reflexartig setzte die Maschinerie des Abwiegelns, der Beschwichtigung und der Verschleierung ein. Betreiber, Regierung und Aufsichtsbehörden versuchten das wahre Ausmaß der Katastrophe herunterzuspielen.
Andreas Riekeberg vom Asse II-Koordinationskreis beschrieb die Folgen eines Verbleibs des Atommülls in der Asse: „
Wer den Atommüll in der Asse lässt, der nimmt in Kauf, dass der Atommüll aufgelöst und ausgepresst wird. Das droht, das Wasser der ganzen Region zu kontaminieren. Das darf nicht sein, soweit darf es nicht kommen. Wir wollen kein Opfergebiet der Atomindustrie werden. Genausowenig wie Gorleben, wie Morsleben oder wie Salzgitter mit dem Schacht Konrad.”
Streckenkoordinatorin Eleonore Bischoff (WAAG) sagte, es gelte auch nach Fukushima und in Bezug auf die Asse, was Inge Aicher-Scholl vier Wochen nach Tschernobyl am 23.5.1986 formulierte:
Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, / wir hätten von nichts gewusst [...] Wenn wir heute nichts dagegen unternehmen, / werden sie sich morgen bedanken / für unser Stillhalten und unsere ,Vernunft' / Jeder muss überlegen, was er tun kann. / jeder an seiner Stelle."
Zum Abschluss wurden Origami-Kraniche an die Teilnehmer verteilt. Die in Wolfenbüttel schon vor zwei Jahren von der WAAG begonnene Aktion „1.000 Kraniche für eine atommüllfreie Asse” hatte durch die Katastrophe in Fukushima eine neue Aktualität bekommen.
Musikalisch wurde die AufTAKTkundgebung von den beiden Duos Sandalwood und Johanna Kreiß & Maximilian Reinhard gestaltet, letztere sangen zum Abschluss
Wir lassen die Kraniche fliegen” von Klaus W. Hoffmann.

Hier die
komplette Presseerklärung, der Redebeitrag von Bodo Walther und der Redebeitrag von Andreas Riekeberg







Erklärung des Asse 2-Koordinationskreises vom Mittwoch, 18. Januar 2012

Eine Frage an Bundesumweltminister Röttgen:
Michael Sailer noch als Vorsitzender der Entsorgungskommission haltbar?-

Der Asse II-Koordinationskreis, der Zusammenschluss der Bürgerinitiativen und Gruppen zur Asse, fordert von Bundesumweltminister Röttgen, aus den jüngsten Äußerungen von Dipl.-Ing. Michael Sailer die Konsequenzen zu ziehen und ihn von seinen Ämtern zu entbinden.

Michael Sailer hat am 17.1.2012 gegenüber der Braunschweiger Zeitung erklärt, der Fachworkshop des Bundesamtes für Strahlenschutz könne „keine konkreten Resultate“(1) hervorbringen. Sollte Herr Sailer der Meinung sein, dass dies gilt, gleich ob mit oder ohne seine Anwesenheit bei diesem Workshop? (...)

Dipl.-Ing. Sailer ist gegenüber einer Räumung des Atommülls aus der Asse seit vielen Jahren vorfestgelegt, auch schon vor dem Optionenvergleich. Er stellt die Probleme der Rückholung breit dar und verharmlost die Auswirkungen der Flutung des Atommülls in Asse II.

Auch die der Räumung der Asse vorgeschaltete Faktenerhebung geht auf eine Intervention der Entsorgungskommission (ESK) vom 5.1.2010 zurück (2) und hat sich mittlerweile als Blockade der Rückholung und als Hintertür zum Ausstieg aus der Rückholung erwiesen.

So müssen wir ihm und dem Bundesumweltminister die Frage stellen:
Wie kann jemand wie Herr Sailer noch länger ESK-Vorsitzender sein?

Fußnoten:
(1)
Artikel „Disput vor Asse-Konferenz“,

im Asse II - Koordinationskreis arbeiten unter anderem mit:
Aktion Atommüllfreie Asse Wolfenbüttel • Anti-Atom-Plenum Braunschweig • Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. • Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) • BUND Kreisgruppe Wolfenbüttel • Ev.-luth Kirchengemeinde St. Thomas Wolfenbüttel • AufpASSEn e.V. • BASA Bürger Aktion sichere Asse • Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Wolfenbüttel • Jugendumweltnetzwerk Niedersachen, AK Asse • Robin Wood e.V. • SPD Ortsverein Denkte/Kissenbrück und Remlingen• Umweltschutzforum Schacht-Konrad Salzgitter e.V. • WAAG (Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe) • sowie zahlreiche Einzelpersonen


Presseerklärung des Asse 2-Koordinationskreises vom Dienstag, 3. Januar 2012

Asse II: Rückholung organisieren statt aussitzen! -

Der Asse 2-Koordinationskreis stellte auf der Pressekonferenz in Hannover am 3.1.2012 fest: Die Verantwortung für die Rückholung des Atommülls aus der Asse liegt bei Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Herr Dr. Röttgen, bekennen Sie sich zur Rückholung! Nehmen Sie Ihre Führungsverantwortung für die Sanierung der Asse endlich wahr!“

Zur Rückholung gehören die Beschaffung von Bergetechnik, der Aufbau von geeignetem Personal und die Erstellung eines Regelwerks passender Vorschriften – im Sinne einer lernenden Organisation. „Auf allen drei Feldern verhalten sich das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Bundesumweltministerium (BMU) und das niedersächsische Umweltministerium (NMU) bislang abwartend. Abwarten ist aber angesichts des Zustandes des Bergwerkes nicht zu verantworten“, so Andreas Riekeberg vom Asse 2-Koordinationskreis.

Vor zwei Jahren hat das Bundesamt für Strahlenschutz verkündet, dass der Atommüll aus der Asse zurückgeholt werden soll, weil ein sicherer Einschluss nicht gewährleistet werden kann. Ein Salzbergwerk mit Laugenzutritt kann nicht „langzeitsicher” geschlossen und sich selbst überlassen werden!

Das BMU hat jedoch die Faktenerhebung als Vorbedingung für die Rückholung gestellt. Drei Jahre sollte diese dauern – zwei davon sind mittlerweile verstrichen. Es mehren sich die Zeichen, dass weder das BfS noch das BMU oder das NMU die Rückholung bislang ernsthaft wollen.

Rückholung: 1. als Chefsache behandeln, 2. sie organisieren und 3. nicht verzögern
1) Wir erwarten vom Bundesumweltminister, dass er dieses größte radioaktive Problem Deutschlands als solches anerkennt und die unvermeidliche Rückholung des Atommülls endlich zur Chefsache macht. Hier ist höchste Priorität notwendig – politisch, personell und finanziell.
Vor zwei Wochen wurde ein Vermerk des BfS an das BMU veröffentlicht und damit gezielt Zweifel an der Rückholung geschürt. Wir befürchten weitere politische Manöver gegen die Rückholung, insbesondere von Michael Sailer, Vorsitzender der Entsorgungskomission des Bundes, der für das BMU arbeitet und sich schon vor dem Optionenvergleich gegen die Rückholung des Atommülls ausgesprochen hat – ohne die Gefahren einer Flutung der Asse darzustellen.

2) Wir fordern das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf, endlich mit Hochdruck an der Organisation der Rückholung des Atommülls aus der Asse zu arbeiten. Die Rückholung ist als ein Projekt zu organisieren – doch bislang gibt es im BfS kein Projekt namens „Rückholung”, es gibt weder eine Projektorganisation noch gar einen Verantwortlichen dafür.

3) Wir verlangen vom niedersächsischen Umweltministerium, dass es der zeitlichen Enge Rechnung trägt. Das gesamte Genehmigungsverfahren muss zügig betrieben werden, Auflagen müssen technisch machbar und zeitnah realisierbar sein. Das Land Niedersachsen darf das Projekt „Rückholung“ nicht verzögern – z.B. indem es die Annahme von Betriebsabfällen wie im Fall der Asse-Lauge verweigert.
(...)
5 Jahre nach der „Remlinger Erklärung“ fordern wir mit Nachdruck :
- Keine Flutung des Asse-Schachtes, auch nicht getarnt als „Vollverfüllung” oder „Notfallmaßnahme“! - Beginnt endlich mit der Rückholung!
- Jetzt Bergetechnik beschaffen, Personal aufbauen und Regelwerk schaffen!
- Jeder Kubikmeter geborgenen Atommülls ist ein Sicheheitsgewinn!





Januar 2012:

Die Pressekonferenz des Asse 2-Koordinationskreises am 3.1. erfährt große Aufmerksamkeit, um 5.1. muss in einer weiteren Presse-Erklärung auf die Verantwortlichkeit von Umweltminister Röttgen hingewiesen werden. Im Umfeld des BfS-Fachworkshops zur Asse entwickelt sich eine längst fällig Diskussion um den Vorsitzenden der ESK, Michael Sailer, der seit vielen Jahren gegen die Rückholung arbeitet.

Dezember 2011:

Die ersten Schritte zur sog. „Faktenerhebung”, die vom Bundesumweltministerium vor die Rückholung geschaltet worden war, lassen immer noch auf sich warten. Auflagen und ihre umständliche Erfüllung verzögern das Anbohren der ersten Kammern. Ein Memorandum aus dem BfS sorgt für Aufregung und führt zu zwei Entgegnungen des A2K am 23.12 und am 27.12.2011.

Juli 2011

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beabsichtigt, den Atommüll aus der Asse zurückzuholen. Für den zurückgeholten Müll soll ein Zwischenlager erstellt werden, denn er muss vor einer auf Dauer angelegten Lagerung möglicherweise für Jahre und Jahrzehnte zwischengelagert werden. Diese Zwischenlagerung muss so erfolgen, dass sie den höchstmöglichen Sicherheitsstandards folgt und von ihr die geringstmögliche Belastung der Bevölkerung ausgeht.

Der Asse II-Koordinationskreis fordert für den Standort eines solchen Zwischenlagers ein nachvollziehbares, zügiges, kriterienbasiertes und ergebnisoffenes Auswahlverfahren.
Hier die Presseerklärung dazu.

Ereignisse um die Asse seit 2009 sowie Quellen dazu: siehe unten


Die Situation:

In das Atommüll-Lager Asse II bei Wolfenbüttel dringen täglich 12 m³ Lauge ein und es ist auf längere Sicht einsturzgefährdet. Vom 4.4.1967 bis 31.12.1978 wurden hier rund 49.000 m³ Atommüll eingelagert. Schon zu Beginn gab es Warnungen vor dieser Einlagerung, doch wurden Zug um Zug rund 125.000 Fässer mit sogenanntem „leicht“ radioaktivem Abfall (LAW) und 1.300 Fässer mit „mittel“ radioaktivem Abfall (MAW) unter Tage deponiert. Dabei liegt die Unterscheidung LAW-MAW nur in der Radioaktivität an der Oberfläche der Fässer, die lediglich als Transportbehälter konzipiert waren, nicht als Lagerbehälter. 14.779 Fässer mit Betonabschirmungen, die LAW deklariert waren und in die LAW-Kammern eingelagert wurden, enthielten in Wirklichkeit MAW.

40 Jahre lang wurden die Menschen an der Asse, im Landkreis Wolfenbüttel und in der ganzen Republik über den Atommüll getäuscht. Gegen eine Fortführung der Täuschungen hilft nur Wachsamkeit der Bevölkerung und Öffentlichmachung der Kritik. Viele Gruppen sind daran beteiligt, sie koordinieren sich im ASSE-II-Koordinationskreis auf der Basis der Remlinger Erklärung vom 4.4.2007.

Die Belastung für Personen an der der Asse durch die abgegebenen Radionuklide liegt ungefähr bei dem 10fachen Wert dessen, was Personen an Atomkraftwerken erdulden müssen. Die Emissionen von radioaktivem Kohlenstoff (C-14) und Wasserstoff (H-3 / Tritium) liegen in der Größenordnung der Abgaben von Atomkraftwerken. Ausführlicher dargestellt wird dies in einer Zusammenstellung aus dem Parlamentsbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung” der Bundesregierung über das Jahr 2008 und dem entsprechenden Gesamtbericht.

Allerdings werden die Emissionen im Fall der Asse nicht durch einen Dutzende von Metern hohen Schornstein weit verteilt, sondern über einen lediglich 11 m hohen Diffusor abgegeben. Das sollte bei der Suche nach den Ursachen für die erhöhten Leukämie- und Schilddrüsenkrebs-Raten in der Samtgemeinde Asse sowie für den erheblichen Überschuss von Jungen in den Geburtsjahrgängen 1971-1979 nicht unberücksichtigt bleiben.


Impressum


AG Schacht Konrad


Aktion atommüllfreie Asse


Asse2.de


AufpASSEn! e.V.


Anti-Atom aktuell

Bürgeraktion sichere Asse (BASA)

WAAG - Wolfen­bütteler Atom­Ausstiegs­Gruppe

ContrATOM zur Asse


Wie weiter mit der Asse?
Rückholung - nicht Umlagerung oder Flutung !

Anfang 2009 übernahm das Bundesamt für Strahlenschutz die Betreiberfunktion, gründete die Asse GmbH als Betreibergesellschaft der Schachtanlage. Das BfS kündigte die Ausarbeitung der Kriterien für eine Beurteilung verschiedener Optionen für die Schließung der Schachtanlage und des Atommüll-Endlagers Asse an, zu denen Machbarkeitsstudien erstellt werden sollten.

Die Versprechen von Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung wurden aber nur zögerlich und schleppend erfüllt, so kam es im Laufe des Jahres 2009 zu einer Reihe von Stellungnahmen aus Bürgerinitiativen und auch des gesamten ASSE-II-Koordinationskreises zum Vorgehen des BfS. Diese und einige darauf reagierende Erklärungen des BfS sowie wichtige Dokumente im Diskussionsprozess sind hier dokumentiert oder verlinkt.

Wer sich über aktuelle und vergangene Vorkommnisse im Betrieb der Asse informieren möchte, findet viele Details und sachkundige Hintergrundinformationen auf asse2.de.



Ereignisse

Quellen



19.1.2012
Die Beteiligten des BfS-Fachworkshops bekräftigen den Willen zur und die Möglichkeit der Rückholung des Atommülls aus der Asse.


Bericht in der Braunschweiger Zeitung
Bericht im Tagesspiegel
DLF-Sendung



17.-19.1.2012
Zum
BfS-Fachworkshop über die Asse am 18./19.1. formuliert der Asse 2-Koordinationskreis seine Anforderungen und informiert über das Fernbleiben des ESK-Vorsitzenden und Rückholungs-Gegners Michael Sailer vom „Öko”-Institut.
Sailer erklärt sich gegenüber der Braunschweiger Zeitung zur übergeordneten Instanz – daraufhin fordert der A2K am 19.1. Umweltminister Röttgen auf, ihn von seinen Ämtern in der ESK zu entbinden.


Presseerklärung des A2K vom 17.1.2012

Bericht in der Braunschweiger Zeitung

Presseerklärung des A2K vom 19.1.2012



16.1.2012
Asse-Durchblicke Nr. 2 erscheinen, mit den Presse-Erklärungen vom 23.12. bis 5.1. und weiteren Hinweisen


Asse-Durchblicke Nr. 2 – Januar 2012



4./5.1.2012
Umweltminister Röttgen äußert sich zur Asse, der A2K erklärt daraufhin:
„Herr Röttgen, Sie sind verantwortlich:
Atommüll-Bergung aus der Asse duldet kein Abwarten!”


Bericht über Gespräch mit Röttgen in der BZ

Presseerklärung des A2K vom 5.1.2012

dpa-Meldung in der BZ: „Asse-Anwohner ermahnen Röttgen zum Handeln”



3.1.2012
Pressekonferenz des Asse2-Koordinationskreis in Hannover: „Rückholung organisieren statt Aussitzen!”


Presseerklärung vom 3.1. mit Hintergrundpapier

Agenturmeldungen: dpa / dapd / epd
eigenständig: taz / ND



27.12.2011
Der A2K weist erneut das Strömungs- und Transportmodell von Dr. Krupp zu den Folgen einer Asse-Flutung hin: die Auspressung von kontaminierten Gasen und Flüssigkeiten.


Presseerklärung des A2K vom 27.12.2011
Online-Artikel der Braunschweiger Zeitung vom 27.12.
Strömungs- und Transportmodell von Dr. Krupp



22./23.12.2011
Flutungsbefürworter aus BfS/BMU spielen einen Vermerk aus dem BfS der Presse zu. Der A2K protestiert gegen diese politischen Manöver und fordert Minister Röttgen auf, Verantwortung für die Sanierung der Asse zu übernehmen.


Presseerklärung des A2K vom 23.12.2011
Online-Meldung der Braunschweiger Zeitung vom 22.12.
ca. 50 online-Veröffentlichungen aufgrund einer dpa-Meldung von 14.00 Uhr am 27.12., z.B.auf stern.de
29.12.: BfS-Präsident König äußert sich in der BZ zu den Vorgängen



15.-20.12.2011
Das BfS richtet drei ODL-Messstellen für Gamma-Strahlung ein, allerdings nur östlich des „Diffusors”, durch den radioaktiv kontaminierte Luft aus der Asse austritt.


Blogbeitrag der WAAG dazu
Meldung von t-online
Zeitungsartikel vom 19.12.2011



10.7.2011
Der Asse II-Koordinationskreis fordert für den Standort eines Zwischenlagers für aus der Asse rückgeholten Atommüll ein zügiges, kriterienbasiertes und ergebnisoffenes
Auswahlverfahren.


Presseerklärung des Asse II-Koordinationskreises „Zwischenlager-Standort für den Atommüll aus der Asse nach klaren Kriterien mit offenem Ergebnis suchen!”



5.7.2011
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stellt in der Sitzung des Asse 2-Begleitgremiums (A2B) die Pläne zur Abteufung eines neuen Schachts Asse V vor. Damit soll die Rückholung des Atommülls beschleunigt werden. Damit verbunden ist die angezielte Einrichtung eines Zwischenlagers in Schachtnähe.


Zeitungsbericht „Neuer Asse-Schacht im Schutzgebiet?”



11.12.2010
Auskünfte der Bundesregierung über das Jahr 2008 lassen vermuten, dass die radioaktive Belastung für Personen um die Asse ca. 10 mal so hoch ist wie für Personen um Atomkraftwerke.


Zusammenstellung „Radioaktive Belastung durch die Asse”

Parlamentsbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2008”, S. 16

Gesamtbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2008”, S. 132



7.12.2010
Die Öffentlichkeit wird darauf aufmerksam gemacht, dass in Remlingen, nahe der Asse, von 1971-2008 ein erheblicher Überschuss an Geburten von Jungen (401) gegenüber den Geburten von Mädchen (315) besteht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses auf Zufall zurückzuführen ist, beträgt 1,2 %.
Am extremsten war die Ungleichverteilung im Zeitraum 1987-1994 (104J:65M), die Wahrscheinlichkeit, dass dies auf Zufall zurückzuführen ist, beträgt nur 0,8%.
Ein etwaiger Zusammenhang mit der Einlagerung von Atommüll oder auch mit der Abluft des Atommüll-Lagers ist nicht geklärt.


Erster Zeitungsbericht vom 8.12.2010

Aufstellung der Geburten im Landkreis Wolfenbüttel 1981-2008, mit Unterscheidung 1971-1978 / 1979-2008

Aufstellung der Geburten im Landkreis Wolfenbüttel 1971-1978 / 1979-1986 / 1987-2002 / 2003-2008




27.11. - 9.12.2010
Verschiedene Ministerien und Ärzte (v.a. Radiologen) versuchen darzulegen, dass die Häufungen nichts mit dem Atommüll in der Asse zu tun haben und die Belastung durch die Asse unerheblich sei.


Bericht „"Kein Hinweis auf eine radiologische Belastung durch die Asse"” in der Braunschweiger Zeitung vom 10.12.2010, S. 3

"Neue Diagnostik erklärt Krebs-Rate" Braunschweiger Zeitung vom 8.12.2010

Wolfenbüttel: "Kein Zusammenhang zwischen Asse und Krebs"”, Braunschweiger Zeitung vom 27.11.2010



28./30.11.2010
Das BfS behauptet zeigen zu können, dass von der Asse gegenwärtig keine Gefahren ausgehen.
Aus dem A2K kommen Nachfragen bezüglich der Messung von Tritium und bezüglich dessen radiologischen Potentials.


Offener Brief an das BfS

Asse-Kritiker zweifeln Strahlungsmessungen am Atommülllager an”, Wolfenbütteler Zeitung vom 30.11.2010

Antwort des BfS



25.11.2010
Es wird bekannt, dass in der Samtgemeinde Asse eine auffällig erhöhte Anzahl von Männern an Leukämie erkrankt ist und eine auffällig erhöhte Anzahl von Frauen an Schilddrüsenkrebs


Leukämie-Fälle in der Asse häufen sich



27.10.2010
Der A2K bekräftigt die Forderung nach einer detaillierten Planung der komplexen Aufgabe: Rückholung des Atommülls aus der Asse, anlässlich einer SPD-Veranstaltung zur Asse in Schöppenstedt.


Flugblatt vom 27.10.2010



10.9.2010
Der A2K veröffentlicht einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel. Darin werden ihre frühe Mitwisserschaft bezüglich der Sicherheitsprobleme in der Asse und ihr Eintreten für eine Laufzeitverlängerung der atommüllproduzierenden AKW in Verbindung gebracht.


Offener Brief an BK Dr. Merkel vom 6.9.2010
Presseerklärung zum Offenen Brief



10.9.2010
Der „Inventarbericht” zur Asse wird mit zwei Monaten Verzögerung veröffentlicht und enthüllt, dass 14.779 Fässer mit Betonabschirmung bei der Einlagerung mittelradioaktiven Müll enthielten.


Inventarbericht
Artikel in der Wolfenbüttler Zeitung vom 10.9.2010



9.9.2010
Das BfS lädt die Presse zur Berichterstattung über die sog. „Kalterprobung” des Anbohrens von Atommüllkammern ein.


Artikel in der Wolfenbütteler Zeitung vom 10.9.2010



6.9.2010, früher Morgen
Die Bundesregierung schließt mit vier Konzernen der Atomwirtschaft einen zunächst geheimgehaltenen Vertrag über die weitere Produktion von Atommüll.


Geheim”vertrag
Analyse des Vertrages durch .ausgestrahlt



September 2010
Die erste Ausgabe der „Asse-Durchblicke” als Informationsblatt des A2K erscheint.


Asse-Durchblicke Nr. 1, September 2010



3.6.10, abends
Das BfS informiert in Remlingen über seismische Messungen, die für den Winter 2011/2012 geplant sind.


Artikel in der Wolfenbütteler Zeitung vom 5.6.2010



3.6.10, morgens
Auf einer Pressekonferenz des A2K in Hannover stellt Dr. Ralf Krupp sein hydrogeologisches Strömungs- und Transportmodell dar, das zeigt: innerhalb weniger Monate bis Jahre nach einer Vollverfüllung der Asse werden durch Gas- und Gebirgsdruck unweigerlich radioaktive Teilchen an die Oberfläche kommen.
Dr. Frank Hoffmann (A2K) fordert vom BfS die Vorlage einer differenzierten Planung für die Rückholung und geeignete Maßnahmen, um die Bergung des Atommülls als ingenieurtechnische Aufgabe anzugehen.


Quellen:
1. Presseerklärung des Asse II-Koordinationskreises
2. Pressemappe mit Hintergrund-Informationen zu den Vorträgen

Berichte:
Braunschweiger Zeitung:
Für Extremfall in der Asse von vornherein planen“
NDR:
Bürgerinitiativen erheben Vorwürfe gegen Bundesamt



6.5.2010
Michael Sailer (Öko-Institut, Vorsitzender der ESK/SSK Ad-hoc-AG Asse) propagiert weiterhin die Verfüllung der Asse, zuletzt vor dem Deutschen Atomforum. Die Asse II-Begleitgruppe hat freundlich und entschieden gekontert.


Braunschweiger Zeitung:
1. „
Massive Zweifel an Asse-Räumung
2. „
Die Zeitpläne für die Asse sind total überoptimistisch
Stellungnahme der ESK zur Rückholung
Offener Brief der Asse II-Begleitgruppe dazu



27.4.2010
Das BfS informiert in Remlingen über die Notfallplanung, die eine Flutung des Bergwerkes vorsieht. Dabei wird vernachlässigt, dass die Asse mehrere Zutrittsstellen habe könnte und somit in geflutetem Zustand ein „Fließgewässer“ darstellen würde. Außerdem wurde erst auf Nachfrage bestätigt, dass die Betriebsplanungen vorsehen, Zutritte bis 500 m³/Tag beherrschen zu können.


Berichte der Braunschweiger Zeitung:
1. „Ab 500 Kubikmeter Lauge wird es ernst“
2. „
Wenn zu viel Wasser in das Atommüll-Lager läuft“


Eigenbericht des BfS



28.3.2010
Prof. Rolf Bertram beschreibt die chemischen Folgen einer Flutung der Asse


Sicherheitsgefährdende chemische Prozesse- Artikel in der Zeitschrift „anti-atom-aktuell“



9.2.2010
Rückblick auf die Ereignisse im Januar 2010


Asse II – nach dem OptionenvergleichArtikel für die Zeitschrift „anti-atom-aktuell“



8.2.2010
Dr. Ralf Krupp (Arbeitsgruppe Optionenvergleich) macht seine Berechnungen über den Austritt von Radionnukliden im Fall der Flutung („Verfüllung“) der Asse zugänglich.
Sein Fazit: bei dieser Option müsste „bereits nach wenigen Jahrzehnten mit Kontaminationen im Bereich der Biosphäre gerechnet werden. Sobald infolge Gasbildung und Konvergenz radioaktive Lösungen ins Nebengebirge ausgepresst würden, würden diese innerhalb eines oder weniger Jahre auch in hoher Konzentration die Oberfläche erreichen. – Von einer Vollverfüllung der Schachtanlage Asse II muss daher dringend abgeraten werden.“


Dr. habil. Ralf Krupp: „Strömungs- und Transportmodell, Langzeitsicherheit Asse II“



15.-21.1.2010
In etlichen Mediendarstellungen werden zwar die Probleme der Rückholung thematisiert, aber es wird nicht dargestellt, dass die Alternative „Verfüllung“ eine Flutung des Atommülls mit Magnesiumchlorid-Lauge bedeutet.


Bericht in der „ZEIT“

BfS-Animation des Ergebnisses des Optionenvergleiches
NDR-Bericht vom 20.1.2010
Kölner Stadtanzeiger vom 19.1.2010



18.1.2010 – abends
In Wolfenbüttel wird das Ergebnis des Optionenvergleiches vor 500 Zuschauern vorgestellt und findet breiteste Zustimmung


Bericht der Wolfenbütteler Zeitung



18.1.2010 - morgens
Der Asse II-Koordinationskreis fordert die unverzügliche Umsetzung der Rückholung des Atommülls aus der Asse


Presseerklärung „Anfangen!“



15.1.2010
Das Bundesamt für Strahlenschutz stellt sein Ergebnis des Optionenvergleiches vor und setzt aus Gründen der Langzeitsicherheit die Rückholung an oberste Stelle.


Studie zum Optionenvergleich

Animation zum Optionenvergleich




4.1.2010
Der A2K macht öffentlich klar, dass das vom BfS als „Vollverfüllung“ titulierte Konzept nur eine Variante des alten verworfenen Flutungskonzeptes darstellt.


Presseerklärung „'Vollverfüllung' ist Flutung“ mit Hintergrundinformationen

"Ohne Langzeitsicherheit keine Genehmigung", BZ 5.1.2010

"Atommüll in Magnesiumchlorid", FR 5.1.2010

Fernsehbericht auf NDR (ab Zeitmarke 15:09 min)

Fernsehbericht auf RTLregional

Reaktion des BfS



29.11.2009
Rückblick auf die Entwicklung im Herbst 2009


Asse II – der Druck wächst: Artikel
für die Zeitschrift „anti-atom-aktuell“



27.11.2009
Die Arbeitsgruppe Optionenvergleich (AGO) veröffentlicht ihre Stellungnahmen zu den Machbarkeitsstudien.


AGO-Stellungnahme zu den Machbarkeitsstudien
, mit interessanten Sondervoten von Dr. Ralf Krupp und Prof. Rolf Bertram



5.11.2009, 19 Uhr:
BfS-Veranstaltung: „Grundlagen der Bewertung der Stilllegungsoptionen für das Endlager Asse II“
Lindenhalle Wolfenbüttel


Hier der Link zur Veranstaltungsseite der neuen BfS-Internetpräsenz zur Asse, „
Endlager-Asse.de“.



2.10.2009:
Die Machbarkeitsstudien zu den drei Optionen werden in Schöppenstedt veröffentlicht.


Studie
zur Rückholung (Kurzfassung, Videoclip)
Studie zur Umlagerung (Kurzfassung, Videoclip)
Studie zur Verfüllung (Kurzfassung, Videoclip)
Veranstaltungsbericht der Braunschweiger Zeitung



21.9.2009:
Reaktionen aus dem Asse-II-Koordinationskreis auf den Kriterienbericht – Pressekonferenz in Hannover


Presseerklärung „Revidierbarkeit und Überwachbarkeit zentral!“

Presseerklärung „Langzeitsicherheit zentral!“


3.9.2009:
Der Kriterien-Bericht des BfS zur Prüfung der Optionen erscheint.


Kriterien-Bericht
des BfS


28.8.2009:
Reaktion aus dem Asse-II-Koordinationskreis auf die Leistungsbeschreibungen – Pressekonferenz einzelner Gruppen in Wolfenbüttel


Presseerklärung „Rückholung noch ernsthafte Option?“


16.7.2009:
Das BfS gibt bekannt, dass die Sprengstoffe aus der Asse geborgen wurden


Bericht des NDR


9.7.2009 abends:
Das BfS veröffentlicht die Leistungsbeschreibungen für die Machbarkeitsstudien zu den drei Optionen


Leistungsbeschreibung „Möglichkeit der Rückholung“

Leistungsbeschreibung „Machbarkeit der Umlagerung“
Leistungsbeschreibung „Strahlenschutz bei Umlagerung“



9.7.2009 nachmittags:
Pressekonferenz mit Kritik des Asse-II-Koordinationskreises an mangelnder Transparenz des BfS
- MAW-Rückholung nicht Teil der Notfallplanungen
- Nichtveröffentlichung der Leistungsbeschreibungen
- Belassen der Sprengstoffe unter Tage


Presseerklärung „Versprechen von Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung einlösen!“

Bericht in der Wolfenbüttler Zeitung


2.7.2009:
Pressekonferenz des BfS mit Bekanntgabe der Notfallplanungen und des Antrags auf Genehmigung des Umgangs mit radioaktiven Stoffen gemäß Strahlenschutzverordnung


Pressemitteilung des BfS vom 2.7.2009


8.3.2009:
Kritik des Asse-II-Koordinationskreises am Vorgehen des BfS:„Betreiber verzweifelt gesucht“


Presseerklärung „Betreiber verzweifelt gesucht“



26.2.2009:
Mehr als 15.000 Menschen bilden unter dem Motto „Wir bringen Licht ins Dunkel“ die 52 km lange Lichterkette Braunschweig - ASSE II – KONRAD


Homepage Lichterkette09.de

30.1.2009:
Der Bundestag verabschiedet die 10. Novelle des Atomgesetzes und definiert damit die Asse als Endlager für atomare Abfälle – ohne dass je ein Planfeststellungsverfahren dafür durchgeführt wurde.


Hintergrundbericht mit Gesetzesentwürfen und Bundestagsmitschnitten



















Verantwortlich für diese Seite: Andreas Riekeberg, info (bei) asse-watch.de Keine Verantwortung für externe Links!