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unten: Zeitleiste der Ereignisse seit 2009

ASSE-watch

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Nächste Sitzung des Asse II-Koordinationskreises
(der Bürgerinitiativen, Gruppen und Organisationen, die sich der Frage der langfristigen Sicherheit der Region um die Asse widmen)
Fr., 09.12., 18.00 Uhr; Ort: St. Thomas-Kirche, Jahnstraße 1, WF
Kontakt:
a.riekeberg@asse2.de

Gerade erschienen:

Forderungen zu Verfüllung, Notfallvorsorge und Rückholung
vom 4.11.2016

Geschäftsordnung der Asse II-Begleitgruppe

Veranstaltung am Di., 01.11.2016,
19.30 Uhr, Wolfenbüttel Rathaus-Saal:

Asse 2: Flutung durch die Hintertür?!
Drohende Verfüllung gefährdet unsere Region“


Bei der Veranstaltung „Asse 2 - Flutung durch die Hintertür?!“ im vollbesetzten Rathaussaal von Wolfenbüttel diskutierten am Dienstagabend die Referenten Dr. Ralf Krupp, Dr.-Ing. Frank Hoffmann und Heike Wiegel mit dem Publikum kritische Anfragen an die Verfüll-Maßnahmen, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf der 750m-Sohle ab Januar 2017 vornehmen will.

Das BfS plant, dort ab Januar 2017 weitere Bereiche vor den Atommüll-Einlagerungskammern mit Sorelbeton zu verfüllen. Es begründet das damit, dadurch das Bergwerk zu stabilisieren und Notfallvorsorge zu betreiben. Jedoch treten dort unten, auf der sogenannten „2. südlichen Richtstrecke nach Westen“ der 750m-Sohle, schon jetzt radioaktive Laugen auf. Gegenwärtig können diese Laugen gefunden, aufgenommen und abtransportiert werden. Das würde bei einer Verfüllung erschwert werden.

Die Anfragen bezüglich der BfS-Pläne waren deutlich: Wie nachhaltig ist das BfS-Konzept, Lauge an einigen Stellen auf der 750m-Sohle fassen und über Rohre auf die 700m-Sohle hochpumpen zu wollen? Was passiert, wenn die Rohre durch den Bergdruck zerquetscht werden? Wie soll man die radioaktive Lauge abpumpen, wenn sich Fließwege verändern? Derzeit können etwa 10 Kubikmeter nichtkontaminierte Lauge hundert Meter oberhalb der Einlagerungskammern aufgefangen werden – was passiert, wenn sich diese Lauge neue Wege sucht und auf die 750m-Sohle fließt?

Er wurde dargestellt, dass das BfS die beabsichtigten Verfüllungen damit rechtfertigt, dass dadurch die Standsicherheit des Grubengebäudes erhöht würde. Aber warum werden nicht zuerst größere Hohlräume verfüllt, die es auch noch in anderen Bereichen gibt? Und warum werden nicht zuerst Hohlräume in den Bereichen des Bergwerks verfüllt, in denen die Verformungsraten am größten sind?

Die Wissenschaftlergruppe AGO („Arbeitsgruppe Option Rückholung“) hatte dem BfS Alternativ-Vorschläge zur Offenhaltung der „2. südlichen Richtstrecke nach Westen“ und auch zur Drainage dieser Strecke bei einer Verfüllung vorgelegt. Keiner dieser Vorschläge wurde vom Betreiber geprüft und mit den eigenen Maßnahmen verglichen, stattdessen wurden die Vorschläge der AGO mit teilweise absurden Veränderungen abgewandelt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz meint, mit den Maßnahmen ein taugliches Notfallkonzept umzusetzen und favorisiert dabei die Abschottung der Atommüllkammern. Gegenüber dem Flutungskonzept des alten Betreibers (Helmholtzzentrum München) hat es aber, so wurde an dem Abend deutlich, gravierende Nachteile: es gibt keine „Strömungsbarrieren“ und außerdem sind große Resthohlräume der Atommüllkammern noch nicht verfüllt. Deswegen werden im Notfall, wenn große Mengen Lauge in das Bergwerk einbrechen sollten, diese nicht um die Einlagerungskammern herumgeleitet, sondern eher in sie hineingeleitet.

Bei der Rückholung müssen die Atommüllkammern geöffnet werden und damit würde ein Notfallkonzept, das auf Abschottung setzt, nicht mehr funktionieren. Daraus ergeben sich Anfragen: Wieso setzt das BfS ein Notfallkonzept um, das bei einer Rückholung untauglich wäre? Warum wird nicht gleich ein Notfallkonzept erarbeitet und umgesetzt, das auch bei einer Rückholung des Atommülls die Notfallsicherheit gewährleisten würde?

Das geplante Zubetonieren hat sich das BfS im Wesentlichen nach Bergrecht durch das Landesbergamt genehmigen lassen. Auch hieran stellen sich Anfragen: Warum ist das zulässig, wenn doch ein Rückgängigmachen der Maßnahme, also ein Wiederaufbohren nach Atomrecht genehmigt werden müsste und komplizierte Sicherungsmaßnahmen erfordern würde, weil sich unten radioaktive Lauge ausgebreitet haben könnte?

Zur Veranstaltung hatte der der Asse II-Koordinationskreis (A2K) eingeladen, die Koordinierungsrunde von Bürgerinitiativen, Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen, die sich der Frage der langfristigen radiologischen Sicherheit der Region um die Asse widmen.

Heike Wiegel vom Asse II-Koordinationskreis präsentierte abschließend dessen Forderungen: Der A2K fordere ein sofortiges Aussetzen der Verfüllung der 2. Südlichen Richtstrecke, auf der 750m Sohle und eine kritische Aufarbeitung der Probleme, also ein Moratorium; außerdem die Einbindung der Rückholung in die Notfallvorsorge und die Revidierung des „Topfkonzeptes“.

Weiterhin fordere der A2K die Einbindung und Berücksichtigung der AGO Stellungnahmen bei den Zulassungen und Genehmigungen. BfS, BMUB, LBEG und NMU sollten die AGO-Vorschläge und AGO-Stellungnahmen unverfälscht ernsthaft prüfen und wissenschaftlich nachvollziehbar dazu Stellung nehmen.

Ferner fordere der Asse II-Koordinationskreis das BfS auf, alle Handlungen zu unterlassen, die zu einer weiteren Vernässung des chemo-toxischen und radioaktiven Mülls führen könnten. Außerdem solle das BfS nachweisen, wie radioaktiv kontaminierte Lauge von mehr als 1m³ / Tag entsorgt werden kann, denn die Überschreitung dieser Menge gilt gegenwärtig als eine ausreichende Voraussetzung dafür, die Rückholung des Atommülls aus der Asse abzubrechen.


Laugensumpf vor Kammer 9 auf der 750 m-Sohle: hier will das BfS verfüllen. Radioaktive Laugen treten aus, vermutlich stammen sie aus der Atommüllkammer 10/750 und laufen durch die Kammer 9. Rostpartikel deuten auf eine Korrosion der Atommüll-Fässer. Nach der Verfüllung wäre unklar, wo die Laugen bleiben; sie könnten sich in der Einlagerungskammer aufstauen und den Atommüll vernässen oder ihn gar auflösen. (Foto: Ralf Krupp)

Ausführliche Informationen zur Kritik an den Planungen des BfS, mit Dokumenten

Grundriss der 750 m-Sohle mit Einzeichnung der Bereiche, die das BfS verfüllen will:

Zusammenstellung der 14 wichtigsten Kritikpunkte am Handeln des BfS bezüglich Asse 2: zu den Verfüllmaßnahmen, zur Konzeptlosigkeit und zu den Zeitverlusten:

Bürgerinitiativen warnen vor Verfüllung
der Atomüllkammer-Zuwege in der Asse


Vernässung des Atommülls droht – BfS-„Topfkonzept“ riskant und nutzlos

Das Bundesamt für Strahlenschutz will in der Asse auf der 750 m-Sohle Zuwege zu Atomüll-Kammern verfüllen. Um auf die weitreichenden Folgen dieser Maßnahmen aufmerksam zu machen und davor zu warnen, lud der Asse 2-Koordinationskreis nach Remlingen ein, unter dem Titel: „Asse 2: Flutung durch die Hintertür?! Drohende Verfüllung gefährdet unsere Region“.

Zwei Wissenschaftler, die zur wissenschaftlichen Expertengruppe der Asse 2-Begleitgruppe (AGO, „Arbeitsgruppe Option Rückholung“) gehören, trugen am 25.10. ihre jeweiligen Einschätzungen bezüglich der vom BfS geplanten Maßnahmen vor.

Der Hydrogeologe Dr. habil. Ralf Krupp monierte, dass die vom BfS erstellte „Machbarkeitsstudie zur Offenhaltung“ wichtige Optionen und Varianten, einschließlich der Vorschläge der AGO, nicht betrachtet habe. Die darauf aufbauende „Risikoabwägung“ habe entscheidende Risiken der Verfüllung nicht erkannt und sie nicht in die Abwägung einbezogen. Das Ergebnis der Abwägung sei aus Sicht der AGO methodisch fehlerhaft und nicht nachvollziehbar.

Dr. Krupp wörtlich: „Die Notfallvorsorge des BfS, insbesondere das Topfkonzept, wird während der Rückholung der Abfälle unwirksam und damit nutzlos. Im Fall eines unbeherrschbaren Lösungszutritts wird durch das Topfkonzept das radiologische Risiko drastisch erhöht, indem die Lösungen in die unverfüllten Einlagerungskammern kanalisiert werden.“

Der Anlagenbauer Dr.-Ing. Frank Hoffmann verglich die sogenannte „Notfallplanung“ des jetzigen Betreibers der Asse mit dem Schließungskonzept des vorherigen Betreibers. „Die Notfallplanung des BfS setzt das alte Konzept seiner Vorgängerin, des Helmholtzinstitutes, zur Verfüllung um. Dabei werden nach meiner Auffassung die Abläufe aus den Einlagerungskammern in die Begleitstrecken verschlossen und eine zusätzliche Vernässung der eingelagerten Abfälle riskiert, wodurch Gefahren für die Rückholung entstehen können“, so Dr.-Ing. Hoffmann.

Heike Wiegel, Vorstandsmitglied von AufpASSEn e.V. stellte die Forderungen des Asse 2-Koordinationskreises (A2K) vor, an erster Stelle die nach einem Moratorium bezüglich der geplanten Verfüllmaßnahmen: „Der A2K fordert ein sofortiges Aussetzen der Verfüllung der 2. Südlichen Richtstrecke auf der 750m Sohle und eine kritische Aufarbeitung der Probleme.“

Außerdem müssten die radiologischen Risiken des Topfkonzeptes beachtet und ernst genommen werden, dieses Konzept müsse revidiert und die Rückholung in die Notfallvorsorge einbezogen werden. Insbesondere das Bundesamt für Strahlenschutz wurde aufgefordert, „alle Handlungen zu unterlassen, die zu einer weiteren Vernässung des chemo-toxischen und radioaktiven Mülls führen können“, so Wiegel weiter. Alle beteiligten Behörden (das BfS selber, das Landesbergamt, die Umweltministerien in Hannover und Berlin) müssten die Vorschläge und Stellungnahmen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Option Rückholung unverfälscht ernsthaft prüfen und wissenschaftlich nachvollziehbar dazu Stellung nehmen.

Atommüll-Rückholung aus Asse II:
Zielt der Betreiber BfS absichtlich daneben?

Hinweise mehren sich, dass viele Arbeiten nicht der Rückholung dienen,
sondern eine Vernässung und Flutung des Atommülls in der Asse vorbereiten


Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber der Schachtanlage Asse II erweckt nach wie vor den Eindruck, dass es nicht zielgerichtet handelt, um den Atommüll aus der Asse unverzüglich zurückzuholen. Das BfS verfehlt damit seinen gesetzlichen Auftrag.

Die Bürgerinitiativen, Gruppen und Einzelpersonen, die im Asse II-Koordinationskreis (A2K) zusammenarbeiten, warnen die Verantwortlichen und die Öffentlichkeit: bei dem gegenwärtigen Vorgehen des BfS besteht die große Gefahr, dass der eingelagerte atomare und chemotoxische Müll in Asse II vor der Rückholung absäuft. Das BfS betoniert Zugänge zu den Einlagerungskammern, es zerstört damit die vorhandene Drainage und provoziert, dass die Kammern noch stärker durchnässen.

Wir fordern:

- das BfS muss eine vernünftige Drainage der Atommüll-Kammern planen und umsetzen,
- das BfS muss den erforderlichen Bergungsschacht Asse 5 zügig bauen,
- das BfS muss die überfällige konkrete Rückholungsplanung beschleunigen.


Bei nüchterner Betrachtung der Fakten kommen wir zu der Einschätzung, dass das BfS die ursprünglichen Stilllegungspläne des ehemaligen Asse-Betreibers, des Helmholtz-Institut München für Gesundheit und Umweltschutz (HMGU) in Form einer „Hidden Agenda“ (verstecktes Vorgehen) weiter umsetzt, während es der Öffentlichkeit nur vorgaukelt, die radioaktiven Abfälle rückholen zu wollen.

Das BfS stellt fortwährend Probleme in den Vordergrund, aber liefert keine Lösungen. Es soll endlich darstellen, wie Maßnahmen zur Rückholung schneller gehen können. Dazu sollte es den Willen zur gesetzlich geforderten Rückholung nicht nur behaupten, sondern ihn durch wirksame Taten nachweisen.

Die folgenden vierzehn besorgniserregenden Beobachtungen führen uns zu diesen Vorwürfen:

In der kompletten Erklärung mit Quellenverweisen weiterlesen:

Presse-Erklärung des A2K „Zielt der Betreiber BfS absichtlich daneben?“
vom 29.06.2016 mit Quellenverweisen - als PDF

Ohne Sanierung des Atommüll-Bergwerkes Asse II
keine Glaubwürdigkeit in der Atommüll-Endlagerfrage

Erklärung zur Präsentation des Abschlussberichtes der Atommüll-Kommission in Berlin am 5.7.2016

Turbulenzen um die Asse 2-Begleitgruppe

Der Asse 2-Begleitprozess ist in der Krise. (…) Zur Erinnerung: Im Jahr 2008 kamen Skandale und Vertuschungen um den Atommüll in der Asse erstmals an die breite Öffentlichkeit und wurden bundesweit bekannt: Radioaktive Laugen im Berg verklappt, Kindergeburtstagsfeiern im Atommüll-Bergwerk, Abfälle aus Atomkraftwerken eingelagert – deklariert als Forschungsabfälle. Um verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen und für Transparenz um die Vorgänge in der Asse zu sorgen, wurde damals der Begleitprozess eingerichtet.
Der Kern des Begleitprozesses war eine Runde aus Bürgermeister/innen, Vertreter/innen von Bürgerinitiativen, von Umweltverbanden, des Kreistages und der Landkreisverwaltung, die sich seitdem alle 6 – 8 Wochen traf: (...). Diese Runde mit ihrer heterogenen Zusammensetzung ist keiner anderen Stelle untergeordnet und arbeitet auf der Grundlage einer selbstgegebenen Geschäftsordnung. (…)

Aus bislang unbekannten Gründen weigerte sich Landrätin Steinbrügge, der gemäß
Geschäftsordnung die Aufgabe zukommt, die Sitzungen zu eröffnen, zu leiten und zu schließen, genau dies zu tun. Damit verließ sie die Grundordnung der Begleitgruppe, die in eben dieser Geschäftsordnung besteht.
Zudem sagte die Landrätin die für den 28.08. angesetzten Sitzungen der Begleitgruppe ab und deklarierte diese Unterbrechung der Arbeit als „Denkpause“. (…)

Daraufhin formulierte eine Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder (u. a. die Bürgermeister/innen von Wolfenbüttel, Elm-Asse und Sickte und Vertreter/innen von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen) einen Brief an die Landrätin und die Kreistagsfraktionen und forderten sie auf, im Sinne der Zukunft des Begleitprozesses zu sieben Fragen schriftlich Stellung zu nehmen, siehe unten. Konkrete Antworten der Landkreisverwaltung und der Kreistagsfraktionen stehen aus, die weitere Entwicklung ist offen.

Komplette Presse-Erklärung des A2K vom 26.11.2015

Offener Brief des Koordinationskreises vom 26.11.

Presse-Erklärung des A2K vom 02.11.2015 - vollständig und als PDF
Offener Brief von 11 Begleitgruppenmitgliedern vom 02.11.2015


Sachlich, fair und unabhängig für die Rückholung des Atommülls und die sichere Schließung in der Begleitgruppe zusammenarbeiten!

Bürgermeisterinnen, Umweltverbände und Bürgerinitiativen fordern Vorsitz der Asse 2 – Begleitgruppe zu neutraler Amtsführung und sachorientierter Diskussion auf
(…)
Heute richten 11 von 17 stimmberechtigten Mitglieder der Asse 2 – Begleitgruppe einen Katalog von sieben Fragen und Anforderungen in einem „offenen Brief“ an Landratsamt und Kreistag Wolfenbüttel. Zu diesen stimmberechtigten Mitgliedern gehören die drei Bürgermeister/innen der Stadt Wolfenbüttel sowie der Samtgemeinden Elm-Asse und Sickte, die Vertreter/innen der Umweltverbände BUND und NABU sowie die Vertreter/innen der Bürgerinitiativen, die im Asse 2-Koordinationskreis zusammenarbeiten,

In ihrem offenen Brief fordern sie unter anderem:
1. eine unabhängige und sachorientierte Arbeit der Begleitgruppe mit einer neutralen Amtsführung des Vorsitzes und gemeinsam abgestimmter Öffentlichkeitsarbeit,
2. die Rücknahme falscher Anschuldigungen des Landkreises gegenüber der Bürgerinitiative „aufpASSEn“,
(...)
5. Einsatz für die Weiterarbeit der unabhängigen wissenschaftlichen Experten der Arbeitsgruppe Option Rückholung (AGO), und zwar der Begleitgruppenarbeit verpflichtet.
(…)

Presse-Erklärung des A2K vom 02.11.2015 - vollständig und als PDF
Offener Brief vom 02.11.2015



Die Asse ist ein Gefahrenort, wie alle Atomanlagen

1. Atomanlagen, zu denen sowohl Atomkraftwerke als auch Atommüll-Depots gehören, setzen „Radioaktivität“ frei. Dies geschieht in Form von
Direktstrahlung und von radioaktiven Teilchen.
Beide Formen von Radioaktivität, ionisierende Strahlung und ionisierende Teilchen, haben die Eigenschaft, lebendes Gewebe schädigen zu können. Daher ist Radioaktivität grundsätzlich für Lebewesen schädlich.

2. Aus der Atomanlage Asse II wird seit der ersten Einlagerung 1967 Radioaktivität frei, vor allem in Form von ionisierenden Teilchen. Zu diesen Teilchen gehören
radioaktiver Wasserstoff, genannt „Tritium“ (H-3), und radioaktiver Kohlenstoff, bezeichnet mit „C-14“.

3.
Lebewesen können diese Teilchen mit dem Einatmen in sich aufnehmen,
denn Atemluft enthält sowohl Kohlendioxid (CO
2) als auch Wasserdampf (H2O). Im Wasserdampf kann radioaktiver Wasserstoff sein, im CO2-Anteil der Luft radioaktiver Kohlenstoff.

4. Diese radioaktiven Teilchen haben die Eigenschaft, sich
in Körper von Lebewesen einlagern zu können, da alle Lebewesen zu großen Teilen aus Wasserstoff und Kohlenstoff bestehen.
Einmal in Körper eingelagert, zerfallen diese radioaktive Teilchen zu einen nicht vorhersagbaren Zeitpunkt und
lösen dann einen Ionisierungsprozess im Zellgewebe aus, verbunden mit Schädigungen. Dies kann sein im Gewebe von Organen wie Lunge oder Nieren geschehen, aber auch in Stammzellen, in Samen- und Eizelle sowie im Foetus.

5. Schädigungen können sich zeigen u.a. in
Krebserkrankungen, in anderen Erkrankungen, in Aborten.

6.
Keine Direktstrahlung und keine Aufnahme von ionisierenden Teilchen ist ungefährlich.
Auch wenn Grenzwerte für ionisierende Teilchen oder ionisierende Strahlung eingehalten werden, bedeutet das keine Ungefährlichkeit dieser Ionisierungsursachen.

7. Grenzwerte stellen politische Kompromisse dar:
zwischen dem Interesse von denen, die Atomanlagen betreiben und damit unweigerlich Radioaktivität freisetzen, und dem Interesse an der Gesundheit der Menschen, die von der Freisetzung von Radioaktivität betroffen sind.

8. Grenzwerte zeigen nicht, ob Radioaktivität ungefährlich ist,
sondern welche gesundheitliche Belastung der betroffenen Menschen gesetzlich zugelassen ist.

9. Um die Gefahren und Belastungen einzuschätzen, die von Atomanlagen ausgehen, ist es immer wichtig, sowohl die
Freisetzung von ionisierender Strahlung und als auch die Freisetzung von ionisierenden Teilchen zu betrachten im Normalbetrieb und bei möglichen Störfällen.

10. Zur Verringerung der Belastung von Menschen durch die Radioaktivität aus Atomanlagen
kann man z.B. den Abschirmung der Radioaktivitäts-Quelle verbessern oder den Abstand zu ihr erhöhen
.

Daher: ASSE-watch.


Sonderseite
LEX ASSE

05.01.2015: Asse II-Koordinationskreis der Bürgerinitiativen
Rückholung des Atommülls aus der Asse:
Beschleunigen statt bremsen!
Bald zwei Jahre nach Verabschiedung des Sondergesetzes zur Schließung der Asse, der „Lex Asse“, müssen wir als Bürgerinitiativen feststellen, dass die verantwortlichen Behörden die im Gesetz verankerte Beschleunigung der Rückholung nicht umsetzen, sondern bremsen. Wir fordern demgegenüber das Bundesumweltministerium auf, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als verantwortlichen Betreiber anzuweisen und in die Lage zu versetzen, die Bergung des Atommülls so zügig wie möglich in Angriff zu nehmen. Jedes verstreichende Jahr erhöht die Gefahr eines unkontrollierbaren Wassereinbruchs in die Schachtanlage Asse II.

Das BfS setzt durch sein zögerliches Vorgehen die Rückholung aufs Spiel. Dies kann man am Umgang des BfS mit der Zwischenlagerfrage sehen, an der unzureichenden Behandlung des Drainageproblems, an der extrem langen Planungszeit für den neuen Schacht 5, an den nicht zielführenden Maßnahmen der sog. Faktenerhebung und an dem Ungenutztlassen vorhandener Beschleunigungspotentiale.

Die mitunter geäußerte Auffassung, der Atommüll könne in der Asse sicher aufbewahrt werden, ist illusionär. Durch den Bergdruck und die zutretenden Laugen würde das radioaktive und chemotoxische Inventar der Asse irgendwann ausgepresst, ohne dass dann noch Gegenmaßnahmen möglich sind. Atommüll und Giftmüll müssen daher kontrolliert geborgen werden. Der Asse II-Koordinationskreis wendet sich dagegen, dass einige Berater der Bundesregierung immer wieder die Gefahren verharmlosen, die vom Verbleib des Atommülls in der Asse ausgehen.

Presse-Erklärung vom 05.01.2015
Hintergrund-Informationen



Asse II-Koordinationskreis der Bürgerinitiativen
Position
zur Zwischenlagerung des Atommülls aus der Asse:
Zwischenlagerung muss so erfolgen, dass sie den höchstmöglichen Sicherheitsstandards folgt und von ihr die geringstmögliche Belastung der Bevölkerung ausgeht.“

"Der Asse II-Koordinationskreis fordert für den Standort eines solchen Zwischenlagers ein
zügiges, kriterienbasiertes und ergebnisoffenes Auswahlverfahren.
Zu berücksichtigende Kriterien sind dabei insbesondere:
• Gefahren durch
Bergschäden,
• Gefahren durch
Brand oder Überflutungen,
• Abstand zur
Wohnbebauung,
• Gefahren durch
Transporte,
• Gefahren für eventuelle
Trinkwasser-Gewinnung,
• Rückwirkung auf den
Prozeßablauf der Rückholung,
• Gefahren durch
Tieffluggebiete oder Truppenübungsplätze.

Für Bau und Betrieb müssen weiterhin folgende Kriterien gelten:
• Auslegung und Betrieb dieses Zwischenlagers müssen ausschließlich auf den Asse-Müll beschränkt bleiben.
• Ein privater Betreiber ist ausgeschlossen.
• Der Schutz vor Entwendung radioaktiven Materials muss gewährleistet sein."
Quelle: die letzte Presse-Erklärung des A2K in Sachen Zwischenlager.



Asse II-Koordinationskreis der Bürgerinitiativen
Position zur Verfüllung von Kammer-Zugängen:
Verfüllung ohne Drainage bereitet die Flutung der Asse vor“

Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) setzt konsequent das Flutungskonzept des abgesetzten Betreibers HMGU um – Rückholungsansätze erweisen sich als schlechte Kosmetik

In den letzten Wochen hat das Bundesamt für Strahlenschutz in der Asse die Zugänge zu den Atommüll-Kammern 10 und 12 auf der 750 m-Sohle verfüllen lassen. In beiden Bereichen gibt es Zulaufstellen von kontaminierter Lauge. Bei der Verfüllung wurde jedoch nicht ausreichend auf die Drainage dieser Zuläufe geachtet.
Während vor Kammer 12 das Drainagesystem fragwürdig ist, gibt es vor Kammer 10 überhaupt keine Drainage. Kammer 10 liegt ganz im Westen fast direkt unterhalb der Stelle, an der Lauge aus dem umgebenden Gebirge in das Bergwerk eintritt. Sollten sich die Fließwege auch nur leicht verändern, würde sie sich in der unmittelbaren Gefahrenzone befinden. Die Annahme des BfS, dass die Laugenzutritte im Bereich der Kammer 10 vernachlässigbar bleiben, ist fahrlässig. Veränderungen der Laugenzuflüsse oder neue Zuläufe können in Zukunft weder beobachtet noch drainiert werden. Das kann zu einer massiven Behinderung der Rückholung des Atommülls führen.
Die Durchführung dieser Maßnahmen begründet das BfS mit betrieblicher Dringlichkeit. Diese wurde nicht nachgewiesen. Das BfS argumentiert, dass verfüllte Bereiche wieder aufgebohrt werden können, zeigt aber keine Problemlösung für den Umgang mit kontaminierten Strecken auf. Wir erinnern uns an den Genehmigungsaufwand, den das bloße Anbohren der Atommüll-Kammern im letzten Jahr erforderte.
Infolge der mangelhaften Umsetzung der Verfüllmaßnahme vor Kammer 10 ist am 15.8.2013 ein Salzblock von ca. 20 m³ und 40 t von der Decke gestürzt. Dieser Löserfall wurde vom BfS den Medien gegenüber als Begründung für die Dringlichkeit der Maßnahme angeführt, obwohl er ihre Folge war!

Der Asse II Koordinationskreis fordert das Bundesamt für Strahlenschutz auf
1. Verfüllmaßnahmen in der Umgebung der Einlagerungskammern zu unterlassen, solange sie nicht mit einem Rückholungskonzept abgeglichen sind oder ein Alternativzugang geschaffen wurde,
2. für alle Verfüllmaßnahmen auf der 750m Sohle ein durchgängiges Drainagesystem zu installieren und
3. eine vollständige detaillierte Rückholungsplanung vorzulegen.

Rückholungsansätze erweisen sich als schlechte Kosmetik

In den letzten Wochen gab es Streit zwischen der Asse II Begleitgruppe und dem BfS, ob die Rückholungs¬planung schon beauftragt wurde. Dazu ist festzustellen: es wurde lediglich eine Konzeptstudie zur Identifikation von Zugängen zu den Kammern beauftragt, nicht aber eine konkrete Rückholungsplanung.
Diese Zugangsstudie ist nicht sinnvoll ohne eine enge Verzahnung mit der gesamten Rückholungsplanung. Das Leistungsverzeichnis für die Zugangsstudie ist zwar öffentlich, aber es ist unklar, was davon in den beauftragten Bearbeitungsumfang einfließt. Dieses unterliegt nachträglicher Absprache zwischen dem BfS und dem Auftragnehmer. Au0erdem ist nicht festgelegt, wie die Ergebnisse der Studie dargestellt werden sollen.
Es wird offensichtlich: als einzig konkretes liegt die Notfallplanung mit der Flutung der Asse vor, Maßnahmen im Rahmen dieser Planung setzt das BfS konsequent um. Die Rückholung ist im Stadium eines Lippenbekenntnisses steckengeblieben.

Anlagen:
Zeichnungen der 750 m – Sohle mit den Verfüllmaßnahmen:
-
Übersicht über die 750 m – Sohle: Asse2_750-m-Sohle_Uebersicht.jpg
-
Detailzeichnung von Kammer 10: Asse2_750-m-Sohle_Detail_Kammer_10.jpg
-
Detailzeichnung von Kammer 12: Asse2_750-m-Sohle_Detail_Kammer_12.jpg

Diese Erklärung als PDF

Der behördliche Schriftwechsel bezüglich dieser Verfüllmaßnahmen ist öffentlich, das erste der folgenden Dokumente beschreibt die Maßnahmen und teilweise auch die Kritik daran - auch, dass das BfS diese Maßnahmen entgegen der Kritik durchzuführen beabsichtigte.

Hintergrunddokumente zu den Verfüllungsmaßnahmen:
Schreiben des BfS an das BMU: Schachtanlage Asse II, Umsetzung der Notfall- und Vorsorgemaßnahmen, Verfüllmaßnahmen auf der 750-m-Sohle
Schreiben des BfS an die Asse II Begleitgruppe: Betonierabeiten auf der 750-m-Sohle der Schachtanlage Asse II
Schreiben des BfS an das BMU: Schachtanlage Asse II - Notfall- und Vorsorgemaßnahmen
Antwort des BMU auf den Bericht des BfS vom 13.06.2013
Schreiben des BfS an das BMU: Schachtanlage Asse II, Umsetzung von Notfallmaßnahmen, insbesondere auf der 750-m-Sohle
Antwortschreiben des BfS an die Asse II Begleitgruppe



Asse II-Koordinationskreis zur Bundestagsentscheidung über die Lex Asse am 28.2.2013:
Trotz erzielter Teilerfolge bleibt Kritik an der Lex Asse
Erklärung als PDF



Wie wirken die radioaktiven Emissionen des Atommülls im Schacht Asse II?
Aus der Asse treten ständig seit Jahrzehnten kontinuierlich radioaktive Stoffe aus: radioaktiver Wasserstoff (Tritium, H-3), radioaktiver Kohlenstoff (C-14) und weitere. Anders als radioaktive Edelgase (zB Radon) verbleiben diese Radionuklide (H-3 und C-14) nicht nur eine kurze Zeit im Körper, wenn sie eingeatmet werden. Vielmehr können sie z.B. als Wassermoleküle oder Kohlenstoffatome in das Gewebe eingebaut werden, Ihre längere Verweildauer macht sie gefährlich; zerfallen sie während ihrer Einbindung in Körperzellen, können sie z.B. Zellkerne und Zellteilungsmechanismen schädigen.
Die Strahlenbelastung für Personen an der der Asse durch die abgegebenen Radionuklide liegt ungefähr bei dem 10fachen Wert dessen, was Personen an Atomkraftwerken erdulden müssen. Zwar liegen die Emissionen von radioaktivem Kohlenstoff (C-14) und Wasserstoff (H-3 / Tritium) in der Größenordnung der Abgaben von Atomkraftwerken, doch da kein hoher Schornstein sie weit verteilt, ist die nähere Umgebung stärker betroffen als bei AKWs. Sie werden über einen lediglich 11 m hohen
Diffusor abgegeben. Die aus dem Diffusor austretende warme Luft (Bergwerksluft!) steigt hoch und wird vom Wind weggetragen und verteilt.
Ausführlicher dargestellt wird dies in einer
Zusammenstellung aus dem Parlamentsbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung” der Bundesregierung über das Jahr 2013 und dem ausführlicheren „Gesamtbericht zu Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung, mit den genauen Zahlenwerten.

Hier auf einen Blick die Gegenüberstellung für das Jahr 2009:

Das sollte bei der Suche nach den Ursachen für die erhöhten Leukämie- und Schilddrüsenkrebs-Raten in der Samtgemeinde Asse sowie für den erheblichen Überschuss von Jungen in den Geburtsjahrgängen 1971-1979 nicht unberücksichtigt bleiben.



Keine weiteren Hürden für die Rückholung!
- Presse-Erklärung des Asse II-Koordinationskreises vom 5.10.2012 zur gegenwärtigen Diskussion um die Asse -
Die Organisierung der Rückholung des Atommülls aus der Asse duldet keine Verzögerungen. Auch die zuletzt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ins Spiel gebrachten theoretischen Betrachtungen zu einer nicht vorhandenen Langzeitsicherheit dürfen keine weiteren Hürden aufbauen.
Eile ist und bleibt geboten: Alle Beschleunigungsmöglichkeiten für die Rückholung müssen ausgeschöpft werden. Das betrifft den Bau eines neuen Schachts „Asse V”, die Planung und Errichtung eines Puffer- und eines Zwischenlagers für den zu bergenden Atommüll, die Beschaffung und ggf. Entwicklung geeigneter ferngesteuerter Bergetechnik, die Einstellung von Fachpersonal und die Erstellung des notwendigen Regelwerkes.
Spätestens seit der Veröffentlichung des
hydrogeologischen Strömungs- und Transportmodells” von Dr. Ralf Krupp im Juni 2010 ist klar: Die Radioaktivität wird nicht im Berg bleiben. (...)
Die Bundesrepublik Deutschland hat schuldhaft ungesetzlich den Atommülll in die Asse eingelagert, sie hat ihn auch wieder aus dem Bergwerk zu entfernen.
Der Bundestag muss der Notwendigkeit, die Asse zu räumen, durch eine klare Festlegung auf die Rückholung in einer neuen Lex Asse gerecht werden, diese Entscheidung darf nicht auf nachgeordnete Behörden von Ministerien abgeschoben werden. Das Parlament ist hier gefordert, eine eindeutige Positionierung vorzunehmen, ohne jegliche Hintertüren für eventuell anders gelagerte Bestrebungen von Behörden.

Hier die komplette Erklärung.


Über 25.000 Unterschriften für „Pumpen statt Fluten” ans Umweltministerium übergeben
Ein überwältigendes Ergebnis: weit mehr als die erhofften 20.000 Menschen unterstützten innerhalb von 20 Tagen die Kampagne, die sich gegen die Flutung der Asse im Rahmen von Notfallplanungen wendet. Am 28. Juni konnten diese Unterschriften Umweltminister Altmaier in Berlin übergeben werden. Es gelang, ihn vor dem Gebäude in eine fünfzehnminütige Diskussion zu verwickeln. Mehr zur Kampagne siehe www.asse2alarm.de.


Auftaktkundgebung und Demo-Start am Pariser Platz


Gespräch vor dem Umweltministerium


Übergabe der Unterschriften

Eine Kampagne unter dem Motto "Pumpen statt Fluten" hatte am 6. Juni 2012 der Asse II-Koordinationskreis gestartet. Er mobilisiert gegen die "Notfallplanung" des gegenwärtigen Asse-Betreibers, die vorsieht, bei einem auslegungsüberschreitendem Lösungszutritt die Asse mit dem Atommüll darin mit MgCl2-Lauge zu fluten.
Bis zum 26.6.2012 sollen 20.000 Unterschriften gegen diese Flutungs-Pläne gesammelt werden. Ein ambitioniertes Ziel, aber erreichbar.
Das Problem: Das BfS will sich derzeit nur auf maximal 500 m³
pro Tag Lösungszutritt vorbereiten, obwohl aus anderen Bergwerken dieses Volumen und mehr pro Stunde abgepumpt wird. Dabei geht um nicht kontaminierte Lauge, sondern um einfache Salzlauge! Wir fordern, sich darauf einzustellen, möglichst große Mengen dieser Lauge abzupumpen, um lange in der Lage sein zu können, Atommüll aus der Asse zu räumen.
Zum Kampagnenstart wurde am 6. Juni eine Pressekonferenz in Hannover abgehalten, hier
die dazugehörige Presse-Erklärung.
Dazu gehört
eine ausführlichere Konzept-Skizze.
Am 8. Juni hat eine
Kampagnenzeitung "Asse-Alarm" der taz beigelegen, weitere 70.000 Exemplare haben wir zur regionalen und bundesweiten Verteilung mehr drucken lassen und freuen uns natürlich über Leute, die sich an der Verteilung beteiligen möchten. In diese Zeitung ist ein Abschnitt für Unterschriften eingedruckt, der ausgeschnitten und eingeschickt werden kann. Außerdem sind darin weitere interessante Artikel zur Asse zu lesen. Dazu wurden 5.000 Postkarten mit Kurzinfo und Unterschriften-Feldern gedruckt.
Eine neue Homepage
http://www.asse2alarm.de online, um jeweils aktuell über den Stand der Kampagne zu informieren.

hier die Presse-Erklärung:

Asse-Betreiber muss Wasserzutritte bewältigen können statt vor ihnen zu kapitulieren:

Pumpen statt Fluten!“

Vorstellung eines Konzeptentwurfes zur Trockenhaltung der Asse. Start einer Unterschriften-Kampagne.
Es ist nicht hinnehmbar, das das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sich bei der Bewältigung von Lösungszutritten in Asse II selber Fesseln anlegt und behauptet, oberhalb einiger Hundert Kubikmeter Zutritt pro Tag nur noch mittels „Gegenflutung“ der Asse reagieren zu können.
Für den Asse II-Koordinationskreis heißt es dagegen „Pumpen statt Fluten!“ Wir verlangen vom Betreiber von Asse II, alles für eine Trockenhaltung des Bergwerkes zu tun, damit die Rückholung möglichst vollständig gelingen kann. Die Aufsichtsbehörden und das BMU fordern wir auf, sich nicht mit den vom BfS vorgelegten Notfallplanungen zufrieden zu geben, sondern auf die Vorlage alternativer Notfallkonzepte zu dringen.
„Man kann uns nicht mehr mit derart lächerlichen Pumpkapazitäten abspeisen, wie es das BfS versucht“, so Peter Dickel vom A2K. „In anderen Bergwerken sind Fördermengen von mehr als 1.000 m³ in der Stunde üblich, und das BfS will sich auf höchstens 500 m³ pro Tag, also etwa 20 m³ die Stunde, beschränken? Das ist weniger als ein Fünfzigstel! Deswegen starten wir heute die Kampagne ‚Pumpen statt Fluten!’“
Eine seriöse Notfallplanung muss auf die lange Aufrechterhaltung der Trockenheit des Bergwerkes und auf einen baldestmöglich zu beginnenden Rückholungsbetrieb ausgerichtet sein.
Für eine zuverlässige Abförderung der Zutrittslaufe ist notwendig:
- Vorrichtungen zum Auffangen und Fassen erheblicher Lösungszutritte bauen;
- Errichtung angemessener Pumpkapazitäten von mehr als 10.000 m³ pro Tag (d.h. mehr als 400 m³/h);
- Verlegung handelsüblicher Druckrohre, mit denen pro Rohr mit einem Innendurchmesser von 10 cm weit mehr als 1.000 m³ pro Tag, also über 40 m³ pro Stunde abgepumpt werden können;
- Ertüchtigung der dafür notwendigen Stromversorgung: bei der ohnehin notwendigen Neuverlegung einer Mittelspannungsleitung von Wolfenbüttel zur Asse ist die notwendige Stromversorgung für leistungsfähige Pumpen gleich mit zu berücksichtigen; etwa 200kW Leistung werden pro 1000 m³ Tagesförderung benötigt;
- Abgabekapazitäten über Tage vorhalten: Gleisanschluss für Kesselwagen, um Lauge abzutransportieren: alternativ eine Pipeline in einen Binnenhafen legen; weitere Verbringungsmöglichkeiten sind zu klären.
Parallel wäre die Hydrogeologie des Wasserzutritts zu untersuchen, um ihn eventuell eindämmen zu können.
Der Asse II-Koordinationskreis von Bürgerinitiativen und Verbänden lehnt eine Flutung der Asse strikt ab. Die unabsehbaren Schädigungen von Mensch und Umwelt sind nicht zu verantworten.






Brauchte es dazu einen Betreiberwechsel?
Bundesamt für Strahlenschutz bereitet die Flutung der Asse vor
Wachsendes Mißtrauen in Versprechungen von Bund und Land: Während die Rückholung in weite Ferne rückt, wird die Flutung unmittelbar vorbereitet!
Einen Tag vor dem Besuch des Bundesumweltministers Altmaier in der Asse haben Bürgerinitiativen und Verbände heute in Hannover Zweifel und Mißtrauen geäußert, dass Bund und Land es mit der Räumung des Atommülls aus der Asse wirklich ernst meinen. Seit 2009 verspricht der Bund mit wachsender Intensität und ständig wechselndem Personal, Konsequenzen aus dem Debakel Asse II zu ziehen und den Müll, der dort nie hätte gelagert werden dürfen, wieder heraus zu holen. Die Realität sieht anders aus: Während die Maßnahmen zur Rückholung nicht vorankommen, wird die Flutung der Asse – so, wie sie der alte Betreiber geplant hat – unmittelbar vorbereitet.
„Wir haben kein Vertrauen“, erklärt Andreas Riekeberg vom Asse II-Koordinationskreis, „dass nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt jemand den Notfall ausruft und mit der Flutung beginnt. Wenn es tatsächlich noch bis 2036 dauern sollte, bis die Rückholung beginnt, dann wäre ja immerhin 24 Jahre Zeit, in der jederzeit geflutet werden kann. Sind jedoch erst einmal die Schleusen geöffnet, lässt sich der Atommüll micht mehr zurückholen“.
Das Bundesamt für Strahlenschutz bereitet derzeit durch verschiedene Maßnahmen die Flutung der Asse vor, nicht aber die Beherrschung größerer Wasserzutritte. Das ergibt der detaillierte Vergleich des sogenannten „Notfallkonzeptes“ des BfS für die Asse mit dem Konzept „Vollverfüllung“ des alten Betreibers GSF durch Dr. Frank Hoffmann vom Asse II-Koordinationskreis. (Zusammenfassende Beschreibung siehe Folgeseite.)
Bei einer Flutung der Asse würde es in unbekannten Zeiträumen an unbekannten Orten in Norddeutschland zu einer Freisetzung von Radioaktivität in unbekanntem Ausmaß kommen! Nach einem „Strömungs- und Transportmodell“ von Dr. Ralf Krupp aus dem Jahr 2010 wird dies innerhalb weniger Jahre geschehen.
Summa: Der Asse II-Koordinationskreis der Bürgerinitiativen lehnt eine Flutung der Asse strikt ab. Die unabsehbaren Schädigungen von Mensch und Umwelt sind nicht zu veranworten. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat umgehend andere Konzepte für den „Notfall“ des auslegungsüberschreitenden Lösungszutritts zu entwickeln und mit Hochdruck an der Umsetzung der Rückholung zu arbeiten.

Hintergrund: Vergleich des Flutungskonzeptes der GSF mit dem Notfallkonzept des BfS durch Dr. Frank Hoffmann, Asse II-Koordinationskreis

die Grafik rechts als Handout

diese Presseerklärung als PDF





Asse II-Koordinationskreis reagiert auf Durchsickern des Zeitplans für die Räumung der Asse:
Bergdruck duldet keine Verzögerung der Rückholung um ein Vierteljahrhundert
Wir nehmen zur Kenntnis, das endlich der Zeitplanes für die Räumung der Asse vorliegt“, so Andreas Riekeberg vom Asse II-Koordinationskreis, „schließlich haben wir am vergangenen Dienstag Umweltminister Altmeier zu seiner Ernennung gratuliert und gleichzeitig darüber in Kenntnis gesetzt, dass dieser Plan mittlerweile überfälig ist. Doch als wir am Donnerstag die Öffentlichkeit darüber informierten, gingen wir nicht davon aus, dass das Bundesamt für Strahlenschutz dem so zügig nachkommen würde.“
Nun kommt es darauf an, dass der Projektsteuerplan mit den Bürgerinitiativen beraten wird. Es darf nicht noch ein Vierteljahrhundert dauern, bis der Atommüll aus der Asse geräumt und vor dem Wasser in Sicherheit gebracht wird. Beschleunigungen der Abläufe dürfen aber nicht die Bürgerbeteiligung aushebeln. Bei Verfahrensvereinfachungen besteht immer die Gefahr, dass Bürgerrechte gegenüber der Handlungsfreiheit staatlicher Stellen eingeschränkt werden.
Auch andere Beschleunigungsmaßnahmen als ein Lex Asse sind zu prüfen, etwa die rechtliche Aufteilung der einzelnen Atommüll-Kammern im Asse-Bergwerk in einzelne Atomanlagen und die dadurch erreichbaren Zeitvorteile bei den Genehmigungsverfahren für die Räumung. Die Räumung von gut erhaltenen Fässern muss sich nicht am schlechtestmöglichen Zustand des Atommülls orientieren. Bislang verweigerte allerdings BfS-Präsident König eine Stellungnahme zu dieser Verfahrensidee.
Einiges an Schlussfolgerungen des BfS kommt uns sattsam bekannt vor, etwa die Forderung nach mehr Personal und Mitteln für das BfS. Schon im Frühjahr 2009, kurz nach der Übernahme von Asse II durch das BfS, haben wir Präsident König öffentlich auf dieses mögliche Problem angesprochen und nur ausweichende Antworten erhalten. Dabei gibt es schon seit vielen Jahren aus allen Richtungen Beteuerungen, dass Geld keine Rolle spielen dürfe und werde.“



Lichterkette2012 ein großer Erfolg:
Weit mehr als 24.000 Menschen bilden Lichterkette von Braunschweig-Thune über Asse nach Konrad

An viele Streckenabschnitten, auch außerhalb von Ortschaften standen die Menschen dicht an dicht, im Abstand von einem oder zwei Metern um die Lichterkette zu bilden und ein klares Zeichen zu setzen: „Ein Jahr nach Fukushima laufen immer noch Atomanla­gen und mit der Rückholung aus der ASSE II ist nicht begonnen worden. Wir akzeptie­ren kein ‚Restrisiko‘, keine ‚Niedrigstrahlung‘ und keine Flutung des Atommülls!”

Hunderte Menschen trafen sich schon am Sonntagnachmittag auf dem Wolfenbütteler Stadtmarkt zur AufTAKTkundgebung. Streckenkoordinatorin Erica Neumann eröffnete die Kundgebung und leitete eine Schweigeminute ein, im Gedenken an die Opfer von Erdbeben und Tsunami in Japan am 11. März letzten Jahres sowie im Gedenken an die Opfer der vom Erdbeben ausgelösten Reaktorkatastrophen von Fukushima.
Bodo Walther, Vorsitzender des Japan-Arbeitskreises der evangelischen Landeskirche, konnte aus den Eindrücken seiner letzten Japan-Aufenthalte berichten: „
Durch diesen Super-Gau wurde das ganze Land in seinen Grundfesten erschüttert. Nahezu reflexartig setzte die Maschinerie des Abwiegelns, der Beschwichtigung und der Verschleierung ein. Betreiber, Regierung und Aufsichtsbehörden versuchten das wahre Ausmaß der Katastrophe herunterzuspielen.
Andreas Riekeberg vom Asse II-Koordinationskreis beschrieb die Folgen eines Verbleibs des Atommülls in der Asse: „
Wer den Atommüll in der Asse lässt, der nimmt in Kauf, dass der Atommüll aufgelöst und ausgepresst wird. Das droht, das Wasser der ganzen Region zu kontaminieren. Das darf nicht sein, soweit darf es nicht kommen. Wir wollen kein Opfergebiet der Atomindustrie werden. Genausowenig wie Gorleben, wie Morsleben oder wie Salzgitter mit dem Schacht Konrad.”
Streckenkoordinatorin Eleonore Bischoff (WAAG) sagte, es gelte auch nach Fukushima und in Bezug auf die Asse, was Inge Aicher-Scholl vier Wochen nach Tschernobyl am 23.5.1986 formulierte:
Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, / wir hätten von nichts gewusst [...] Wenn wir heute nichts dagegen unternehmen, / werden sie sich morgen bedanken / für unser Stillhalten und unsere ,Vernunft' / Jeder muss überlegen, was er tun kann. / jeder an seiner Stelle."
Zum Abschluss wurden Origami-Kraniche an die Teilnehmer verteilt. Die in Wolfenbüttel schon vor zwei Jahren von der WAAG begonnene Aktion „1.000 Kraniche für eine atommüllfreie Asse” hatte durch die Katastrophe in Fukushima eine neue Aktualität bekommen.
Musikalisch wurde die AufTAKTkundgebung von den beiden Duos Sandalwood und Johanna Kreiß & Maximilian Reinhard gestaltet, letztere sangen zum Abschluss
Wir lassen die Kraniche fliegen” von Klaus W. Hoffmann.

Hier die
komplette Presseerklärung, der Redebeitrag von Bodo Walther und der Redebeitrag von Andreas Riekeberg










Erklärung des Asse 2-Koordinationskreises vom Mittwoch, 18. Januar 2012

Eine Frage an Bundesumweltminister Röttgen:
Michael Sailer noch als Vorsitzender der Entsorgungskommission haltbar?-

Der Asse II-Koordinationskreis, der Zusammenschluss der Bürgerinitiativen und Gruppen zur Asse, fordert von Bundesumweltminister Röttgen, aus den jüngsten Äußerungen von Dipl.-Ing. Michael Sailer die Konsequenzen zu ziehen und ihn von seinen Ämtern zu entbinden.

Michael Sailer hat am 17.1.2012 gegenüber der Braunschweiger Zeitung erklärt, der Fachworkshop des Bundesamtes für Strahlenschutz könne „keine konkreten Resultate“(1) hervorbringen. Sollte Herr Sailer der Meinung sein, dass dies gilt, gleich ob mit oder ohne seine Anwesenheit bei diesem Workshop? (...)

Dipl.-Ing. Sailer ist gegenüber einer Räumung des Atommülls aus der Asse seit vielen Jahren vorfestgelegt, auch schon vor dem Optionenvergleich. Er stellt die Probleme der Rückholung breit dar und verharmlost die Auswirkungen der Flutung des Atommülls in Asse II.

Auch die der Räumung der Asse vorgeschaltete Faktenerhebung geht auf eine Intervention der Entsorgungskommission (ESK) vom 5.1.2010 zurück (2) und hat sich mittlerweile als Blockade der Rückholung und als Hintertür zum Ausstieg aus der Rückholung erwiesen.

So müssen wir ihm und dem Bundesumweltminister die Frage stellen:
Wie kann jemand wie Herr Sailer noch länger ESK-Vorsitzender sein?

Fußnoten:
(1)
Artikel „Disput vor Asse-Konferenz“,

im Asse II - Koordinationskreis arbeiten unter anderem mit:
Aktion Atommüllfreie Asse Wolfenbüttel • Anti-Atom-Plenum Braunschweig • Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. • Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) • BUND Kreisgruppe Wolfenbüttel • Ev.-luth Kirchengemeinde St. Thomas Wolfenbüttel • AufpASSEn e.V. • BASA Bürger Aktion sichere Asse • Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Wolfenbüttel • Jugendumweltnetzwerk Niedersachen, AK Asse • Robin Wood e.V. • SPD Ortsverein Denkte/Kissenbrück und Remlingen• Umweltschutzforum Schacht-Konrad Salzgitter e.V. • WAAG (Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe) • sowie zahlreiche Einzelpersonen



Presseerklärung des Asse 2-Koordinationskreises vom Dienstag, 3. Januar 2012

Asse II: Rückholung organisieren statt aussitzen! -

Der Asse 2-Koordinationskreis stellte auf der Pressekonferenz in Hannover am 3.1.2012 fest: Die Verantwortung für die Rückholung des Atommülls aus der Asse liegt bei Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Herr Dr. Röttgen, bekennen Sie sich zur Rückholung! Nehmen Sie Ihre Führungsverantwortung für die Sanierung der Asse endlich wahr!“

Zur Rückholung gehören die Beschaffung von Bergetechnik, der Aufbau von geeignetem Personal und die Erstellung eines Regelwerks passender Vorschriften – im Sinne einer lernenden Organisation. „Auf allen drei Feldern verhalten sich das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Bundesumweltministerium (BMU) und das niedersächsische Umweltministerium (NMU) bislang abwartend. Abwarten ist aber angesichts des Zustandes des Bergwerkes nicht zu verantworten“, so Andreas Riekeberg vom Asse 2-Koordinationskreis.

Vor zwei Jahren hat das Bundesamt für Strahlenschutz verkündet, dass der Atommüll aus der Asse zurückgeholt werden soll, weil ein sicherer Einschluss nicht gewährleistet werden kann. Ein Salzbergwerk mit Laugenzutritt kann nicht „langzeitsicher” geschlossen und sich selbst überlassen werden!

Das BMU hat jedoch die Faktenerhebung als Vorbedingung für die Rückholung gestellt. Drei Jahre sollte diese dauern – zwei davon sind mittlerweile verstrichen. Es mehren sich die Zeichen, dass weder das BfS noch das BMU oder das NMU die Rückholung bislang ernsthaft wollen.

Rückholung: 1. als Chefsache behandeln, 2. sie organisieren und 3. nicht verzögern
1) Wir erwarten vom Bundesumweltminister, dass er dieses größte radioaktive Problem Deutschlands als solches anerkennt und die unvermeidliche Rückholung des Atommülls endlich zur Chefsache macht. Hier ist höchste Priorität notwendig – politisch, personell und finanziell.
Vor zwei Wochen wurde ein Vermerk des BfS an das BMU veröffentlicht und damit gezielt Zweifel an der Rückholung geschürt. Wir befürchten weitere politische Manöver gegen die Rückholung, insbesondere von Michael Sailer, Vorsitzender der Entsorgungskomission des Bundes, der für das BMU arbeitet und sich schon vor dem Optionenvergleich gegen die Rückholung des Atommülls ausgesprochen hat – ohne die Gefahren einer Flutung der Asse darzustellen.

2) Wir fordern das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf, endlich mit Hochdruck an der Organisation der Rückholung des Atommülls aus der Asse zu arbeiten. Die Rückholung ist als ein Projekt zu organisieren – doch bislang gibt es im BfS kein Projekt namens „Rückholung”, es gibt weder eine Projektorganisation noch gar einen Verantwortlichen dafür.

3) Wir verlangen vom niedersächsischen Umweltministerium, dass es der zeitlichen Enge Rechnung trägt. Das gesamte Genehmigungsverfahren muss zügig betrieben werden, Auflagen müssen technisch machbar und zeitnah realisierbar sein. Das Land Niedersachsen darf das Projekt „Rückholung“ nicht verzögern – z.B. indem es die Annahme von Betriebsabfällen wie im Fall der Asse-Lauge verweigert.
(...)
5 Jahre nach der „Remlinger Erklärung“ fordern wir mit Nachdruck :
- Keine Flutung des Asse-Schachtes, auch nicht getarnt als „Vollverfüllung” oder „Notfallmaßnahme“! - Beginnt endlich mit der Rückholung!
- Jetzt Bergetechnik beschaffen, Personal aufbauen und Regelwerk schaffen!
- Jeder Kubikmeter geborgenen Atommülls ist ein Sicheheitsgewinn!









Januar 2012:

Die Pressekonferenz des Asse 2-Koordinationskreises am 3.1. erfährt große Aufmerksamkeit, um 5.1. muss in einer weiteren Presse-Erklärung auf die Verantwortlichkeit von Umweltminister Röttgen hingewiesen werden. Im Umfeld des BfS-Fachworkshops zur Asse entwickelt sich eine längst fällig Diskussion um den Vorsitzenden der ESK, Michael Sailer, der seit vielen Jahren gegen die Rückholung arbeitet.

Dezember 2011:

Die ersten Schritte zur sog. „Faktenerhebung”, die vom Bundesumweltministerium vor die Rückholung geschaltet worden war, lassen immer noch auf sich warten. Auflagen und ihre umständliche Erfüllung verzögern das Anbohren der ersten Kammern. Ein Memorandum aus dem BfS sorgt für Aufregung und führt zu zwei Entgegnungen des A2K am 23.12 und am 27.12.2011.

Juli 2011

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beabsichtigt, den Atommüll aus der Asse zurückzuholen. Für den zurückgeholten Müll soll ein Zwischenlager erstellt werden, denn er muss vor einer auf Dauer angelegten Lagerung möglicherweise für Jahre und Jahrzehnte zwischengelagert werden. Diese Zwischenlagerung muss so erfolgen, dass sie den höchstmöglichen Sicherheitsstandards folgt und von ihr die geringstmögliche Belastung der Bevölkerung ausgeht.

Der Asse II-Koordinationskreis fordert für den Standort eines solchen Zwischenlagers ein nachvollziehbares, zügiges, kriterienbasiertes und ergebnisoffenes Auswahlverfahren.
Hier die Presseerklärung dazu.

Ereignisse um die Asse seit 2009 sowie Quellen dazu: siehe unten


Die Situation:

In das Atommüll-Lager Asse II bei Wolfenbüttel dringen täglich 12 m³ Lauge ein und es ist auf längere Sicht einsturzgefährdet. Vom 4.4.1967 bis 31.12.1978 wurden hier rund 49.000 m³ Atommüll eingelagert. Schon zu Beginn gab es Warnungen vor dieser Einlagerung, doch wurden Zug um Zug rund 125.000 Fässer mit sogenanntem „leicht“ radioaktivem Abfall (LAW) und 1.300 Fässer mit „mittel“ radioaktivem Abfall (MAW) unter Tage deponiert. Dabei liegt die Unterscheidung LAW-MAW nur in der Radioaktivität an der Oberfläche der Fässer, die lediglich als Transportbehälter konzipiert waren, nicht als Lagerbehälter. 14.779 Fässer mit Betonabschirmungen, die LAW deklariert waren und in die LAW-Kammern eingelagert wurden, enthielten in Wirklichkeit MAW.

40 Jahre lang wurden die Menschen an der Asse, im Landkreis Wolfenbüttel und in der ganzen Republik über den Atommüll getäuscht. Gegen eine Fortführung der Täuschungen hilft nur Wachsamkeit der Bevölkerung und Öffentlichmachung der Kritik. Viele Gruppen sind daran beteiligt, sie koordinieren sich im ASSE-II-Koordinationskreis auf der Basis der Remlinger Erklärung vom 4.4.2007.

Die Belastung für Personen an der der Asse durch die abgegebenen Radionuklide liegt ungefähr bei dem 10fachen Wert dessen, was Personen an Atomkraftwerken erdulden müssen. Die Emissionen von radioaktivem Kohlenstoff (C-14) und Wasserstoff (H-3 / Tritium) liegen in der Größenordnung der Abgaben von Atomkraftwerken. Ausführlicher dargestellt wird dies in einer Zusammenstellung aus dem Parlamentsbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung” der Bundesregierung über das Jahr 2009 und dem entsprechenden Gesamtbericht.

Allerdings werden die Emissionen im Fall der Asse nicht durch einen Dutzende von Metern hohen Schornstein weit verteilt, sondern über einen lediglich 11 m hohen Diffusor abgegeben. Das sollte bei der Suche nach den Ursachen für die erhöhten Leukämie- und Schilddrüsenkrebs-Raten in der Samtgemeinde Asse sowie für den erheblichen Überschuss von Jungen in den Geburtsjahrgängen 1971-1979 nicht unberücksichtigt bleiben.



Impressum

Kritische Internet-Seiten mit Informationen zur Asse:


AG Schacht Konrad


Aktion atommüllfreie Asse


Asse2.de


AufpASSEn! e.V.


Anti-Atom aktuell

Bürgeraktion sichere Asse (BASA)

WAAG - Wolfen­bütteler Atom­Ausstiegs­Gruppe

ContrATOM zur Asse



Wie weiter mit der Asse?
Rückholung - nicht Umlagerung oder Flutung !

Anfang 2009 übernahm das Bundesamt für Strahlenschutz die Betreiberfunktion, gründete die Asse GmbH als Betreibergesellschaft der Schachtanlage. Das BfS kündigte die Ausarbeitung der Kriterien für eine Beurteilung verschiedener Optionen für die Schließung der Schachtanlage und des Atommüll-Endlagers Asse an, zu denen Machbarkeitsstudien erstellt werden sollten.

Die Versprechen von Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung wurden aber nur zögerlich und schleppend erfüllt, so kam es im Laufe des Jahres 2009 zu einer Reihe von Stellungnahmen aus Bürgerinitiativen und auch des gesamten ASSE-II-Koordinationskreises zum Vorgehen des BfS. Diese und einige darauf reagierende Erklärungen des BfS sowie wichtige Dokumente im Diskussionsprozess sind hier dokumentiert oder verlinkt.

Wer sich über aktuelle und vergangene Vorkommnisse im Betrieb der Asse informieren möchte, findet viele Details und sachkundige Hintergrundinformationen auf asse2.de.





Ereignisse

Quellen













02.11.2015
11 von 17 stimmberechtigten Mitgliedern der Begleitgruppe richten offenen Brief an Kreistagsfraktionen und Landrätin

Offener Brief
Presse-Erklärung des Asse 2-Koordinationskreises






05.10.2015
Kreistag Wolfenbüttel verabschiedet umfangreiches Positions- und Forderungspapier zur Asse und zur Begleitgruppenarbeit

Vorlage für Kreistagsbeschluss
Vorschlag des Kreistages für die Bestimmung eines Zwischenlagerstandortes





28.08.2015
Die beiden Sitzungen der Begleitgruppe (Runde der stimmberechtigten Mitglieder und Runde mit Vertretern der Behörden und Ministerien) wird kurzfristig abgesagt, wg. „Denkpause“







21.08.2015
Landrätin Steinbrügge weigert sich, als Vorsitzende der Begleitgruppe die Sitzung der stimmberechtigten Mitglieder zu eröffnen, und verfügt eigenmächtig eine sog. „Denkpause“. Viele wichtige Themen können nicht verhandelt werden.

Tagesordnung der nicht eröffneten Sitzung (folgt nach)





30.04.2015
Landkreis Wolfenbüttel versucht aufpASSEn zu diskreditieren

Presse-Erklärung von Landkreis-Umweltdezenent Schillmann
Analyse der Presse-Erklärung des Landkreises





30.04.2015
aufpASSEn fordert Standortvergleich für ein Zwischenlager – ein Vergleichsstandort soll mind. 4 km Abstand zur Wohnbebauung haben

Presse-Erklärung von aufpASSEn e.V.





März 2015
„Schnittstellen-Workshop“ mit einzelnen Mitgliedern verschiedener Ministerien, Behörden und der Begleitgruppe in Königslutter







05.01.2015
Pressekonferenz des Asse 2-Koordinationskreises: „Beschleunigen statt bremsen“

Presse-Erklärung vom 05.01.2015
Hintergrund-Informationen





19.1.2012
Die Beteiligten des BfS-Fachworkshops bekräftigen den Willen zur und die Möglichkeit der Rückholung des Atommülls aus der Asse.


Bericht in der Braunschweiger Zeitung
Bericht im Tagesspiegel
DLF-Sendung





17.-19.1.2012
Zum
BfS-Fachworkshop über die Asse am 18./19.1. formuliert der Asse 2-Koordinationskreis seine Anforderungen und informiert über das Fernbleiben des ESK-Vorsitzenden und Rückholungs-Gegners Michael Sailer vom „Öko”-Institut.
Sailer erklärt sich gegenüber der Braunschweiger Zeitung zur übergeordneten Instanz – daraufhin fordert der A2K am 19.1. Umweltminister Röttgen auf, ihn von seinen Ämtern in der ESK zu entbinden.


Presseerklärung des A2K vom 17.1.2012

Bericht in der Braunschweiger Zeitung

Presseerklärung des A2K vom 19.1.2012





16.1.2012
Asse-Durchblicke Nr. 2 erscheinen, mit den Presse-Erklärungen vom 23.12. bis 5.1. und weiteren Hinweisen


Asse-Durchblicke Nr. 2 – Januar 2012





4./5.1.2012
Umweltminister Röttgen äußert sich zur Asse, der A2K erklärt daraufhin:
„Herr Röttgen, Sie sind verantwortlich:
Atommüll-Bergung aus der Asse duldet kein Abwarten!”


Bericht über Gespräch mit Röttgen in der BZ

Presseerklärung des A2K vom 5.1.2012

dpa-Meldung in der BZ: „Asse-Anwohner ermahnen Röttgen zum Handeln”





3.1.2012
Pressekonferenz des Asse2-Koordinationskreis in Hannover: „Rückholung organisieren statt Aussitzen!”


Presseerklärung vom 3.1. mit Hintergrundpapier

Agenturmeldungen: dpa / dapd / epd
eigenständig: taz / ND





27.12.2011
Der A2K weist erneut das Strömungs- und Transportmodell von Dr. Krupp zu den Folgen einer Asse-Flutung hin: die Auspressung von kontaminierten Gasen und Flüssigkeiten.


Presseerklärung des A2K vom 27.12.2011
Online-Artikel der Braunschweiger Zeitung vom 27.12.
Strömungs- und Transportmodell von Dr. Krupp





22./23.12.2011
Flutungsbefürworter aus BfS/BMU spielen einen Vermerk aus dem BfS der Presse zu. Der A2K protestiert gegen diese politischen Manöver und fordert Minister Röttgen auf, Verantwortung für die Sanierung der Asse zu übernehmen.


Presseerklärung des A2K vom 23.12.2011
Online-Meldung der Braunschweiger Zeitung vom 22.12.
ca. 50 online-Veröffentlichungen aufgrund einer dpa-Meldung von 14.00 Uhr am 27.12., z.B.auf stern.de
29.12.: BfS-Präsident König äußert sich in der BZ zu den Vorgängen





15.-20.12.2011
Das BfS richtet drei ODL-Messstellen für Gamma-Strahlung ein, allerdings nur östlich des „Diffusors”, durch den radioaktiv kontaminierte Luft aus der Asse austritt.


Blogbeitrag der WAAG dazu
Meldung von t-online
Zeitungsartikel vom 19.12.2011





10.7.2011
Der Asse II-Koordinationskreis fordert für den Standort eines Zwischenlagers für aus der Asse rückgeholten Atommüll ein zügiges, kriterienbasiertes und ergebnisoffenes
Auswahlverfahren.


Presseerklärung des Asse II-Koordinationskreises „Zwischenlager-Standort für den Atommüll aus der Asse nach klaren Kriterien mit offenem Ergebnis suchen!”





5.7.2011
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stellt in der Sitzung des Asse 2-Begleitgremiums (A2B) die Pläne zur Abteufung eines neuen Schachts Asse V vor. Damit soll die Rückholung des Atommülls beschleunigt werden. Damit verbunden ist die angezielte Einrichtung eines Zwischenlagers in Schachtnähe.


Zeitungsbericht „Neuer Asse-Schacht im Schutzgebiet?”





11.12.2010
Auskünfte der Bundesregierung über das Jahr 2008 lassen vermuten, dass die radioaktive Belastung für Personen um die Asse ca. 10 mal so hoch ist wie für Personen um Atomkraftwerke.


Zusammenstellung „Radioaktive Belastung durch die Asse”

Parlamentsbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2008”, S. 16

Gesamtbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2008”, S. 132





7.12.2010
Die Öffentlichkeit wird darauf aufmerksam gemacht, dass in Remlingen, nahe der Asse, von 1971-2008 ein erheblicher Überschuss an Geburten von Jungen (401) gegenüber den Geburten von Mädchen (315) besteht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses auf Zufall zurückzuführen ist, beträgt 1,2 %.
Am extremsten war die Ungleichverteilung im Zeitraum 1987-1994 (104J:65M), die Wahrscheinlichkeit, dass dies auf Zufall zurückzuführen ist, beträgt nur 0,8%.
Ein etwaiger Zusammenhang mit der Einlagerung von Atommüll oder auch mit der Abluft des Atommüll-Lagers ist nicht geklärt.


Erster Zeitungsbericht vom 8.12.2010

Aufstellung der Geburten im Landkreis Wolfenbüttel 1981-2008, mit Unterscheidung 1971-1978 / 1979-2008

Aufstellung der Geburten im Landkreis Wolfenbüttel 1971-1978 / 1979-1986 / 1987-2002 / 2003-2008







27.11. - 9.12.2010
Verschiedene Ministerien und Ärzte (v.a. Radiologen) versuchen darzulegen, dass die Häufungen nichts mit dem Atommüll in der Asse zu tun haben und die Belastung durch die Asse unerheblich sei.


Bericht „"Kein Hinweis auf eine radiologische Belastung durch die Asse"” in der Braunschweiger Zeitung vom 10.12.2010, S. 3

"Neue Diagnostik erklärt Krebs-Rate" Braunschweiger Zeitung vom 8.12.2010

Wolfenbüttel: "Kein Zusammenhang zwischen Asse und Krebs"”, Braunschweiger Zeitung vom 27.11.2010





28./30.11.2010
Das BfS behauptet zeigen zu können, dass von der Asse gegenwärtig keine Gefahren ausgehen.
Aus dem A2K kommen Nachfragen bezüglich der Messung von Tritium und bezüglich dessen radiologischen Potentials.


Offener Brief an das BfS

Asse-Kritiker zweifeln Strahlungsmessungen am Atommülllager an”, Wolfenbütteler Zeitung vom 30.11.2010

Antwort des BfS





25.11.2010
Es wird bekannt, dass in der Samtgemeinde Asse eine auffällig erhöhte Anzahl von Männern an Leukämie erkrankt ist und eine auffällig erhöhte Anzahl von Frauen an Schilddrüsenkrebs


Leukämie-Fälle in der Asse häufen sich





27.10.2010
Der A2K bekräftigt die Forderung nach einer detaillierten Planung der komplexen Aufgabe: Rückholung des Atommülls aus der Asse, anlässlich einer SPD-Veranstaltung zur Asse in Schöppenstedt.


Flugblatt vom 27.10.2010





10.9.2010
Der A2K veröffentlicht einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel. Darin werden ihre frühe Mitwisserschaft bezüglich der Sicherheitsprobleme in der Asse und ihr Eintreten für eine Laufzeitverlängerung der atommüllproduzierenden AKW in Verbindung gebracht.


Offener Brief an BK Dr. Merkel vom 6.9.2010
Presseerklärung zum Offenen Brief





10.9.2010
Der „Inventarbericht” zur Asse wird mit zwei Monaten Verzögerung veröffentlicht und enthüllt, dass 14.779 Fässer mit Betonabschirmung bei der Einlagerung mittelradioaktiven Müll enthielten.


Inventarbericht
Artikel in der Wolfenbüttler Zeitung vom 10.9.2010





9.9.2010
Das BfS lädt die Presse zur Berichterstattung über die sog. „Kalterprobung” des Anbohrens von Atommüllkammern ein.


Artikel in der Wolfenbütteler Zeitung vom 10.9.2010





6.9.2010, früher Morgen
Die Bundesregierung schließt mit vier Konzernen der Atomwirtschaft einen zunächst geheimgehaltenen Vertrag über die weitere Produktion von Atommüll.


Geheim”vertrag
Analyse des Vertrages durch .ausgestrahlt





September 2010
Die erste Ausgabe der „Asse-Durchblicke” als Informationsblatt des A2K erscheint.


Asse-Durchblicke Nr. 1, September 2010





3.6.10, abends
Das BfS informiert in Remlingen über seismische Messungen, die für den Winter 2011/2012 geplant sind.


Artikel in der Wolfenbütteler Zeitung vom 5.6.2010





3.6.10, morgens
Auf einer Pressekonferenz des A2K in Hannover stellt Dr. Ralf Krupp sein hydrogeologisches Strömungs- und Transportmodell dar, das zeigt: innerhalb weniger Monate bis Jahre nach einer Vollverfüllung der Asse werden durch Gas- und Gebirgsdruck unweigerlich radioaktive Teilchen an die Oberfläche kommen.
Dr. Frank Hoffmann (A2K) fordert vom BfS die Vorlage einer differenzierten Planung für die Rückholung und geeignete Maßnahmen, um die Bergung des Atommülls als ingenieurtechnische Aufgabe anzugehen.


Quellen:
1. Presseerklärung des Asse II-Koordinationskreises
2. Pressemappe mit Hintergrund-Informationen zu den Vorträgen

Berichte:
Braunschweiger Zeitung:
Für Extremfall in der Asse von vornherein planen“
NDR:
Bürgerinitiativen erheben Vorwürfe gegen Bundesamt





6.5.2010
Michael Sailer (Öko-Institut, Vorsitzender der ESK/SSK Ad-hoc-AG Asse) propagiert weiterhin die Verfüllung der Asse, zuletzt vor dem Deutschen Atomforum. Die Asse II-Begleitgruppe hat freundlich und entschieden gekontert.


Braunschweiger Zeitung:
1. „
Massive Zweifel an Asse-Räumung
2. „
Die Zeitpläne für die Asse sind total überoptimistisch
Stellungnahme der ESK zur Rückholung
Offener Brief der Asse II-Begleitgruppe dazu





27.4.2010
Das BfS informiert in Remlingen über die Notfallplanung, die eine Flutung des Bergwerkes vorsieht. Dabei wird vernachlässigt, dass die Asse mehrere Zutrittsstellen habe könnte und somit in geflutetem Zustand ein „Fließgewässer“ darstellen würde. Außerdem wurde erst auf Nachfrage bestätigt, dass die Betriebsplanungen vorsehen, Zutritte bis 500 m³/Tag beherrschen zu können.


Berichte der Braunschweiger Zeitung:
1. „Ab 500 Kubikmeter Lauge wird es ernst“
2. „
Wenn zu viel Wasser in das Atommüll-Lager läuft“


Eigenbericht des BfS





28.3.2010
Prof. Rolf Bertram beschreibt die chemischen Folgen einer Flutung der Asse


Sicherheitsgefährdende chemische Prozesse- Artikel in der Zeitschrift „anti-atom-aktuell“





9.2.2010
Rückblick auf die Ereignisse im Januar 2010


Asse II – nach dem OptionenvergleichArtikel für die Zeitschrift „anti-atom-aktuell“





8.2.2010
Dr. Ralf Krupp (Arbeitsgruppe Optionenvergleich) macht seine Berechnungen über den Austritt von Radionnukliden im Fall der Flutung („Verfüllung“) der Asse zugänglich.
Sein Fazit: bei dieser Option müsste „bereits nach wenigen Jahrzehnten mit Kontaminationen im Bereich der Biosphäre gerechnet werden. Sobald infolge Gasbildung und Konvergenz radioaktive Lösungen ins Nebengebirge ausgepresst würden, würden diese innerhalb eines oder weniger Jahre auch in hoher Konzentration die Oberfläche erreichen. – Von einer Vollverfüllung der Schachtanlage Asse II muss daher dringend abgeraten werden.“


Dr. habil. Ralf Krupp: „Strömungs- und Transportmodell, Langzeitsicherheit Asse II“





15.-21.1.2010
In etlichen Mediendarstellungen werden zwar die Probleme der Rückholung thematisiert, aber es wird nicht dargestellt, dass die Alternative „Verfüllung“ eine Flutung des Atommülls mit Magnesiumchlorid-Lauge bedeutet.


Bericht in der „ZEIT“

BfS-Animation des Ergebnisses des Optionenvergleiches
NDR-Bericht vom 20.1.2010
Kölner Stadtanzeiger vom 19.1.2010





18.1.2010 – abends
In Wolfenbüttel wird das Ergebnis des Optionenvergleiches vor 500 Zuschauern vorgestellt und findet breiteste Zustimmung


Bericht der Wolfenbütteler Zeitung





18.1.2010 - morgens
Der Asse II-Koordinationskreis fordert die unverzügliche Umsetzung der Rückholung des Atommülls aus der Asse


Presseerklärung „Anfangen!“





15.1.2010
Das Bundesamt für Strahlenschutz stellt sein Ergebnis des Optionenvergleiches vor und setzt aus Gründen der Langzeitsicherheit die Rückholung an oberste Stelle.


Studie zum Optionenvergleich

Animation zum Optionenvergleich







4.1.2010
Der A2K macht öffentlich klar, dass das vom BfS als „Vollverfüllung“ titulierte Konzept nur eine Variante des alten verworfenen Flutungskonzeptes darstellt.


Presseerklärung „'Vollverfüllung' ist Flutung“ mit Hintergrundinformationen

"Ohne Langzeitsicherheit keine Genehmigung", BZ 5.1.2010

"Atommüll in Magnesiumchlorid", FR 5.1.2010

Fernsehbericht auf NDR (ab Zeitmarke 15:09 min)

Fernsehbericht auf RTLregional

Reaktion des BfS





29.11.2009
Rückblick auf die Entwicklung im Herbst 2009


Asse II – der Druck wächst: Artikel
für die Zeitschrift „anti-atom-aktuell“





27.11.2009
Die Arbeitsgruppe Optionenvergleich (AGO) veröffentlicht ihre Stellungnahmen zu den Machbarkeitsstudien.


AGO-Stellungnahme zu den Machbarkeitsstudien
, mit interessanten Sondervoten von Dr. Ralf Krupp und Prof. Rolf Bertram





5.11.2009, 19 Uhr:
BfS-Veranstaltung: „Grundlagen der Bewertung der Stilllegungsoptionen für das Endlager Asse II“
Lindenhalle Wolfenbüttel


Hier der Link zur Veranstaltungsseite der neuen BfS-Internetpräsenz zur Asse, „
Endlager-Asse.de“.





2.10.2009:
Die Machbarkeitsstudien zu den drei Optionen werden in Schöppenstedt veröffentlicht.


Studie
zur Rückholung (Kurzfassung, Videoclip)
Studie zur Umlagerung (Kurzfassung, Videoclip)
Studie zur Verfüllung (Kurzfassung, Videoclip)
Veranstaltungsbericht der Braunschweiger Zeitung





21.9.2009:
Reaktionen aus dem Asse-II-Koordinationskreis auf den Kriterienbericht – Pressekonferenz in Hannover


Presseerklärung „Revidierbarkeit und Überwachbarkeit zentral!“

Presseerklärung „Langzeitsicherheit zentral!“



3.9.2009:
Der Kriterien-Bericht des BfS zur Prüfung der Optionen erscheint.


Kriterien-Bericht
des BfS



28.8.2009:
Reaktion aus dem Asse-II-Koordinationskreis auf die Leistungsbeschreibungen – Pressekonferenz einzelner Gruppen in Wolfenbüttel


Presseerklärung „Rückholung noch ernsthafte Option?“



16.7.2009:
Das BfS gibt bekannt, dass die Sprengstoffe aus der Asse geborgen wurden


Bericht des NDR



9.7.2009 abends:
Das BfS veröffentlicht die Leistungsbeschreibungen für die Machbarkeitsstudien zu den drei Optionen


Leistungsbeschreibung „Möglichkeit der Rückholung“

Leistungsbeschreibung „Machbarkeit der Umlagerung“
Leistungsbeschreibung „Strahlenschutz bei Umlagerung“





9.7.2009 nachmittags:
Pressekonferenz mit Kritik des Asse-II-Koordinationskreises an mangelnder Transparenz des BfS
- MAW-Rückholung nicht Teil der Notfallplanungen
- Nichtveröffentlichung der Leistungsbeschreibungen
- Belassen der Sprengstoffe unter Tage


Presseerklärung „Versprechen von Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung einlösen!“

Bericht in der Wolfenbüttler Zeitung



2.7.2009:
Pressekonferenz des BfS mit Bekanntgabe der Notfallplanungen und des Antrags auf Genehmigung des Umgangs mit radioaktiven Stoffen gemäß Strahlenschutzverordnung


Pressemitteilung des BfS vom 2.7.2009



8.3.2009:
Kritik des Asse-II-Koordinationskreises am Vorgehen des BfS:„Betreiber verzweifelt gesucht“


Presseerklärung „Betreiber verzweifelt gesucht“





26.2.2009:
Mehr als 15.000 Menschen bilden unter dem Motto „Wir bringen Licht ins Dunkel“ die 52 km lange Lichterkette Braunschweig - ASSE II – KONRAD


Homepage Lichterkette09.de

30.1.2009:
Der Bundestag verabschiedet die 10. Novelle des Atomgesetzes und definiert damit die Asse als Endlager für atomare Abfälle – ohne dass je ein Planfeststellungsverfahren dafür durchgeführt wurde.


Hintergrundbericht mit Gesetzesentwürfen und Bundestagsmitschnitten



































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